Singen: wichtig für Jung und Alt
Singen: wichtig für Jung und Alt

31.05.2013

"EuKo"-Konzert: Wie die Caritas das Singen unter Senioren fördert Die Macht der Musik

Die Besucher des Eucharistischen Kongresses erwarten Hunderte Programmpunkte – wie ein Mitsingkonzert für ältere Menschen. Bruno Schrage vom Kölner Diözesan-Caritasverband im domradio.de-Interview über den Termin und seinen Hintergrund.

domradio.de: Welche Lieder werden denn gesungen, bei diesem Mitsingkonzert für ältere Menschen?

Schrage: Vertraute Lieder. Lieder, wir als Katholiken kennen oder uns in ihrer ökumenischen Fassung verbinden. Der Diözesan-Caritasverband ist seit zwei Jahren auf dem Weg, das Thema Singen gerade für ältere Menschen neu zu erschließen. Oft wird ja gesagt, ältere Menschen könnten nicht mehr gut singen. Das stimmt nicht. Man muss die Lieder in ihrer Tonlage den Menschen anpassen. Hinzu kommt das Gemeinschaftserlebnis beim Singen im Chor. Und genau das passt zum Eucharistischen Kongress: Gemeinschaft erleben, miteinander den Glauben teilen.

domradio.de: Geht es Ihnen ausschließlich um das Singen geistlicher Lieder?

Schrage: In den Seniorenheimen der Caritas werden grundsätzlich auch Volkslieder gesungen. Aber beim Eucharistischen Kongress haben wir bewusst gesagt: Es geht um eine Liedreise zum Thema Eucharistie. Eingeladen sind hierzu zunächst einmal die Menschen aus den Häusern der Caritas, aber auch alle anderen. Alle Menschen, die Freude am Singen haben. Gerade wenn man älter und vergesslich wird, sind es die Kirchenlieder, die gekannt werden und die Menschen immer noch tragen. Singen Menschen, die schon ihre Sprache verloren haben, ein Kirchenlied, berührt das Geist und Körper - und lässt sie mitunter ganze Strophen kennen. Ein erstaunliches Phänomen, das inzwischen auch wissenschaftlich betrachtet wird.

domradio.de: Das Konzert findet im Rahmen des Projekts "Singen kennt kein Alter" des Caritasverbandes statt...

Schrage: ...ein Projekt, mit dem wir animieren wollen, das Singen im Alter wieder zu pflegen. Und dieses Projekt ist nicht auf den Eucharistischen Kongress beschränkt. Es geht darum zu sagen, dass auch im Alter gesungen werden kann. Gerade Kirchenchöre sagen häufig: Wir sind überaltert. Gerade so, als ob das der Dolchstoß wäre. In unserm Projekt haben wir gemeinsam mit dem Diözesan-Musikdirektor begonnen, ganz bewusst die Kirchenlieder einen Ton tiefer zu setzen. Dann gibt es eine neue Edition von Kirchenliedern. Alles mit dem Ziel, Menschen die Gelegenheit zu geben, wieder miteinander zu singen, gerade im Alter. Das wird wissenschaftlich begleitet, es gibt Fortbildungen für Pflegekräfte. Da ist richtig Bewegung drin.

Hinweis: Das Konzert findet am Donnerstag (6. Juni 2013) um 15.00 Uhr in der Basilika St. Kunibert (Kunibertsklostergasse 2) in Köln statt.

Das Gespräch führte Matthias Friebe.

(dr)

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