Blick auf Dresden
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Altbischof Joachim Wanke
Altbischof Joachim Wanke

19.03.2021

Altbischof Wanke würdigt Bistum Dresden-Meißen zum 100. Jahrestag Beitrag zur Friedlichen Revolution geleistet

Der Erfurter Altbischof Joachim Wanke hat das Bistum Dresden-Meißen anlässlich seines 100-jährigen Bestehens gewürdigt. Er erinnerte an die Anfänge des Bistums Dresden-Meißen, die mit "viel Geburtsschmerzen" verbunden waren.

"Unsere sächsischen Nachbarn haben die Gabe, mit Geduld, Geschick und Ausdauer - auch unter widrigen Umständen - aus den bestehenden Verhältnissen etwas Sehens- und Bewahrenswertes zu machen", sagte Wanke am Donnerstagabend bei einer Online-Tagung zum Jubiläum der Wiederbegründung des katholischen Bistums im Jahr 1921.

Besonders hob er den Beitrag zur Friedlichen Revolution 1989 hervor: "Der Weg unserer Kirche hier im Osten Deutschlands vor und nach dem Mauerfall ist nur mit der Würdigung des vielgestaltigen Beitrags unserer Glaubensgeschwister zwischen Vogtland und Lausitz angemessen zu beschreiben." Dafür danke er nochmals, sagte Wanke, der von 1981 bis 2012 an der Spitze des benachbarten Bistums Erfurt stand.

Er resümierte, das Bistum Dresden-Meißen sei seinerzeit mit "vielen Geburtsschmerzen" aus der Taufe gehoben worden: "Mit geringen finanziellen und personellen Ressourcen. Zudem mit zwei nicht spannungsfreien Sprachfamilien - sächsisch und sorbisch." Auch die Verlegung des Bischofssitzes 1980 von Bautzen nach Dresden "war in tiefster DDR-Zeit eine nicht einfache Geburt". Wanke erinnerte zudem daran, dass 1987 das einzige DDR-weite Katholikentreffen mit mehr als 100.000 Teilnehmern in Dresden stattfand.

Historische Wurzeln im 10. Jahrhundert

Das Bistum Dresden-Meißen liegt in Sachsen und im Osten Thüringens. Seine historischen Wurzeln reichen bis ins 10. Jahrhundert. Das alte Bistum Meißen wurde 968 gegründet. Im Zuge der Reformation ging es unter. Im 18. Jahrhundert erhielt die katholische Kirche in Sachsen wieder Auftrieb, nachdem Kurfürst August der Starke 1697 zum Katholizismus konvertiert war, um die polnische Königskrone erlangen zu können. Sein Sohn August III. ließ die 1755 fertiggestellte katholische Dresdner Hofkirche errichten. Sie gehört zu den bekanntesten Bauten der Stadt und ist heute die Kathedrale des Bistums.

1921 erhob Papst Benedikt XV. die damalige Apostolische Präfektur Meißen zum neuen Bistum Meißen mit Bischofssitz in Bautzen. Nach 1945 wuchs die Zahl der Katholiken durch Flüchtlinge und Vertriebene aus dem Osten Europas. 1979 wurde der Name des Bistums in Dresden-Meißen geändert, der damalige Bischof Gerhard Schaffran verlegte im folgenden Jahr den Bischofssitz nach Dresden.

(KNA)

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