Sex-Vorwürfe gegen Priester
Ein graues und ein weißes Collarhemd

29.06.2020

Frankfurter Regens wirbt für Flexibilität bei Priesterausbildung Warnung vor zu radikalen Schritten

​Herbert Rieger, Regens des Priesterseminars der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, warnt vor zu radikalen Schritten in der Priesterausbildung. Wenige Ausbildungsstätten könnten lokale Traditionen unterschätzen.

"Zu kleine Standorte sind keine guten Ausbildungsorte", sagte der Jesuitenpater im Interview des Portals katholisch.de am Montag. Zugleich seien die lokalen Traditionen "äußerst komplex". Insofern könnten zentrale Lösungen "auch zu zentral sein, manchmal bieten sich eher flexible Lösungen zwischen fixen Orten und fluiden Ausbildungsinhalten an, die berufsübergreifend gemacht werden".

Eine Arbeitsgruppe der Deutschen Bischofskonferenz hatte in der vergangenen Woche vorgeschlagen, angesichts einer anhaltend geringen Zahl von Kandidaten für das Priesteramt die Ausbildung auf wenige Standorte zu konzentrieren - darunter als Schwerpunkte München, Münster und Mainz. Dass bereits drei konkrete Orte genannt würden, habe ihn überrascht, sagte Rieger. Sankt Georgen kommt in dem Papier nicht vor.

Bedeutung lokaler Traditionen der Kirche

In einem nächsten Schritt müsse nun über "die Orte und die Evaluation deren verschiedener Möglichkeiten" diskutiert werden, so der Regens. "Das ganze System auf drei Standorte herunterzukürzen, unterschätzt die lokalen Traditionen der Kirche in Deutschland: Die Milieus sind sehr verschieden, ob die Diaspora im Osten, volkskirchliche Elemente in Paderborn oder Trier oder große multireligiöse und interkulturelle Szenarien wie hier in Frankfurt." Es brauche einen Mittelweg, den viele freiwillig mitgehen könnten.

Zudem seien grundsätzliche Änderungen in der Priesterausbildung nötig, fügte Rieger hinzu. "Wir brauchen einheitliche Standards für die Persönlichkeitsbildung, die menschliche Reifung und sexualpädagogische Module."

(KNA)

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