Bertram Meier, Bischof von Augsburg, steht bei der Eucharistiefeier am Altar
Bertram Meier, Bischof von Augsburg, steht bei der Eucharistiefeier am Altar
Bertram Meier kniet während der Bischofsweihe im Dom unter dem Evangelium
Bertram Meier kniet während der Bischofsweihe im Dom unter dem Evangelium
Bertram Meier kniet während der Bischofsweihe im Dom unter dem Evangelium
Bertram Meier kniet während der Bischofsweihe im Dom unter dem Evangelium
Reinhard Kardinal Marx setzt dem neuen Augsburger Bischof Bertram Meier während der Bischofsweihe die Mitra auf
Reinhard Kardinal Marx setzt dem neuen Augsburger Bischof Bertram Meier während der Bischofsweihe die Mitra auf
Bertram Meier bekommt während der Bischofsweihe im Dom von Kardinal Reinhard Marx den Bischofsstab überreicht
Bertram Meier bekommt während der Bischofsweihe im Dom von Kardinal Reinhard Marx den Bischofsstab überreicht
Bertram Meier, neuer Bischof der Diözese Augsburg, liegt während der Bischofsweihe im Dom vor dem Altar auf dem Boden
Bertram Meier, neuer Bischof der Diözese Augsburg, liegt während der Bischofsweihe im Dom vor dem Altar auf dem Boden
Bertram Meier, neuer Bischof der Diözese Augsburg, spricht nach der Bischofsweihe im Dom zu den Besuchern
Bertram Meier, neuer Bischof der Diözese Augsburg, spricht nach der Bischofsweihe im Dom zu den Besuchern

07.06.2020

Meier neuer Bischof von Augsburg Ordensfrau wird Amtschefin

Nach fast einem Jahr ohne Bischof im Bistum Augsburg hat seit Samstag der bisherige Übergangsleiter Bertram Meier das Amt inne. Erstmals wird außerdem im Bischofshaus eine Frau als Amtsleiterin die Geschäfte führen.

Bertram Meier ist neuer Bischof von Augsburg. Der 59-Jährige wurde am Samstag im Augsburger Dom von Kardinal Reinhard Marx geweiht. Neben dem Erzbischof von München und Freising legten Meier die Ko-Konsekratoren, der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick und der Apostolische Nuntius in Deutschland, Nikola Eterovic, die Hände auf.

Rund 180 Gäste nahmen an der Zeremonie teil, darunter alle bayerischen Diözesanbischöfe, Georg Bätzing als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz sowie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, der aus der Diözese stammende Entwicklungsminister Gerd Müller und Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber (alle CSU).

Ordensfrau Anna Schenck

Am Ende der Messe verkündete Meier Personalentscheidungen. So werde Harald Heinrich (53) erneut das Amt des Generalvikars übernehmen. Schon unter Meiers Vorgänger Konrad Zdarsa war Heinrich Bischofsstellvertreter gewesen. Zudem wird im Bischofshaus erstmals eine Frau als Amtsleiterin die Geschäfte führen, das Sekretariat leiten und dem Bischofshaus auch nach außen Gewicht und Profil geben, wie Meier anfügte.

Ab 1. Juli werde sich die Ordensfrau Anna Schenck (43) von der Congregatio Jesu um Projekte kümmern, die als Querschnitt in den innerkirchlichen und gesellschaftlichen Bereich ausstrahlten. Die gebürtige Augsburgerin arbeitete früher etwa als Verwaltungsleiterin einer Klinik sowie als Unternehmensberaterin und organisierte den Weltjugendtag 2005 in Köln mit.

Bewährtes neu justieren

Weiter sagte Meier: "Ich will und werde nicht alles ändern; zugleich bin ich überzeugt - nach Corona umso mehr -, dass wir an manchen Stellschrauben drehen sollten, dass auch Bewährtes neu justiert und aufgestellt werden muss."

Dafür wünsche er sich Mitarbeiter, die nicht bremsten, sondern mitzögen, die mobil seien und verfügbar. "Kraft Taufe und Firmung betrifft das alle; doch gerade wir Priester haben dies am Weihealtar dem Bischof ausdrücklich in die Hand versprochen."

Marx zum neuen Bischof

Kardinal Marx erklärte, ein Bischof müsse besonders in der Corona-Zeit deutlich machen, wofür das Evangelium stehe: "Es geht zuerst um das Evangelium, um Gott - und nicht zuerst um die Kirche oder die Frage, ob die Kirche systemrelevant sei."

Marx weiter: "Das Reich Gottes ist kein Produkt, wir stellen es nicht her, sondern wir bezeugen es, das ist unsere Verpflichtung." Das "Reich Gottes ist da, wo Liebe, Vergebung und Versöhnung da sind". Die Kirche habe den Auftrag, Hoffnung zu vermitteln.

Auch Bätzing und Söder äußerten sich

Der Bischofskonferenz-Vorsitzende Bätzing ergänzte, Kirche und Welt erlebten eine der größten Krisen. Zu Meier sagte er: "Du bist ein Mann, der Antworten geben kann, ein Mensch mit seelsorglichem Herzen, mit einem Herzen für die Menschen und deren Fragen, ein Mensch mit ökumenischem Herz, mit römischer und weltkirchlicher Erfahrung."

Ministerpräsident Söder würdigte in einem Grußwort die Kirche als wichtigen Partner bei schwierigen Entscheidungen in der Krisenzeit. Sie habe zudem Kraft und Hoffnung vermittelt. Er könne sich persönlich kein Leben ohne Gott und Kirche vorstellen.

Ökumenischer Akzent bei der Weihe

Die Weihefeier trug einen starken ökumenischen Akzent. So nahm daran auch Axel Piper, evangelischer Regionalbischof im Kirchenkreis Augsburg und Schwaben, teil. Zudem wurde die erste Lesung von der evangelischen Prädikantin Maria Brendemühl vorgetragen. 

Meier ist für sein ökumenisches Engagement weithin bekannt. Er steht etwa seit 2013 der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Bayern vor.

"vox verbi - vas gratiae"

Als Wahlspruch führt Meier die Worte "vox verbi - vas gratiae" ("Stimme des Wortes - Schale der Gnade"). Der erste Teil geht auf den Kirchenvater Augustinus zurück, der mahnte, ein Bischof solle dem Evangelium eine Stimme geben.

Der zweite Part erinnert an Bernhard von Clairvaux. Der Heilige forderte die Gläubigen einst auf, sich wie eine Schale von der Gnade Gottes füllen zu lassen. Die Formulierung auf Latein nimmt Bezug zur Geschichte Augsburgs als Römergründung. Meier gilt als 62. Nachfolger des heiligen Ulrich, des ersten Bistumspatrons (923-973). Die Reihe der Augsburger Bischöfe ist seit dem 8. Jahrhundert historisch belegbar, die Diözese aber älter.

Christopher Beschnitt
(KNA)

Sommeraktion: Meine Heimatkirche

Die Sommeraktion von DOMRADIO.DE: Wir suchen Ihre Heimatkirche. Laden Sie ein Bild hoch und erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

Gottesdienste auch auf Facebook und Youtube

DOMRADIO.DE überträgt alle Gottesdienste auch auf Facebook und Youtube und Periscope.

Wichtig: Kein DAB+ mehr in NRW ab Juli

Leider sendet DOMRADIO ab Juli nicht mehr über DAB+ in NRW. Laden Sie sich doch unsere App herunter – kostenlos in den Stores. DOMRADIO hören Sie auch übers Internetradio, Smartspeaker, andere gängige Radio-Apps, in Köln auf UKW 101,7, in Berlin/Brandenburg über DAB+ und natürlich auf DOMRADIO.DE.

Himmelklar Podcast

durchatmen – Der Seelsorge Podcast

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Messenger-Gemeinde

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

 12.07.2020
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

  • Unsere Domradio-Sommeraktion: Meine Heimatkirche
  • Engagiert für die Menschen am Amazonas: Bischof Erwin Kräutler
  • Einigung auf eingeschränkte Fortsetzung der humanitären Syrienhilfe
07:20 - 07:20 Uhr

WunderBar

07:50 - 07:55 Uhr

Wort des Bischofs

09:40 - 09:45 Uhr

Kirche2Go

10:00 - 12:00 Uhr

Gottesdienst

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

10:00 - 12:00 Uhr

Gottesdienst

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

12:40 - 12:45 Uhr

WunderBar

17:50 - 17:55 Uhr

Wort des Bischofs

18:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Menschen

19:00 - 20:00 Uhr

DOMRADIO Kopfhörer

20:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Musica

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…