Beschädigte Kirchengebäude nach Orkan "Sabine"

Rund 70 Gebäudeschäden im Bistum Augsburg

Vor allem Kirchen sind durch das Sturmtief "Sabine" im Bistum Augsburg beschädigt worden. In der Mariengrotte im Wallfahrtsort Maria Vesperbild hat ein Brand hohen Sachschaden verursacht. Eine Kerze soll die Ursache gewesen sein.

Wallfahrtskirche Maria Vesperbild in Ziemetshausen / © Christopher Beschnitt (KNA)
Wallfahrtskirche Maria Vesperbild in Ziemetshausen / © Christopher Beschnitt ( KNA )

Das Bistum Augsburg meldet nach Orkantief "Sabine" rund 70 Schäden an kirchlichen Gebäuden. In den seit Montag in der Versicherungsstelle der Diözese vorgelegten Fällen gehe es zumeist um Kirchen - vor allem deren Dächer -, vereinzelt auch um Pfarrhäuser und Kindergärten, erklärte das Bistum an diesem Mittwoch.

Brand in der Mariengrotte

Bereits am vergangenen Dienstag war bekannt geworden, dass bei einem Brand in der Mariengrotte des überregional bekannten Wallfahrtsortes Maria Vesperbild (Landkreis Günzburg) ein Schaden in Höhe von mehr als 10.000 Euro entstanden ist. Die Flammen wüteten dort am Montag, vermutlich wegen des sehr stürmischen Wetters.

Jemand müsse unerlaubterweise eine große Kerze angezündet haben, in die dann vielleicht Laub gefallen sei, was wie ein doppelter Docht gewirkt haben könne, sagte Wallfahrtsdirektor Erwin Reichart. Der ungewöhnlich starke Wind habe dann wohl flüssig gewordenes Wachs verteilt und die Flammen dadurch verbreitet. 

Bistum Augsburg

Augsburger Dom / © Tatsuo Nakamura (shutterstock)

Das Bistum Augsburg zählt mit knapp 1,3 Millionen Katholiken zu den großen deutschen Diözesen. Gemessen an Mitgliederzahl und Finanzkraft ist es das zweitgrößte in Bayern. Es umfasst rund 13.700 Quadratkilometer und erstreckt sich von Neu-Ulm bis zum Starnberger See und vom Donau-Ries bis zu den Allgäuer Alpen. Die rund 1.000 Pfarreien werden seit 2012 und noch bis 2025 zu rund 200 Pfarreiengemeinschaften zusammengeführt.

Quelle:
KNA
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