Kardinal Woelki eröffnet Jubiläumsjahr des Mariendoms Andernach
Kardinal Woelki eröffnet Jubiläumsjahr des Mariendoms Andernach
Mariendom in Andernach
Mariendom in Andernach

12.01.2020

Kardinal Woelki eröffnet Jubiläumsjahr in Andernach "Von Tweet zu Tweet leben, reicht nicht"

Kardinal Woelki feierte an diesem Sonntag das 800-jährige Bestehen des Mariendoms in Andernach. Er eröffnete damit das Jubiläumsjahr und predigte über die Erneuerung der Kirche: "Ein Leben ohne Gott bedeutet ein Leben ohne Tiefgang".

Was für die Christen der Kölner Domgemeinde selbstverständlich ist, ist für die Andernacher Christen etwas Außergewöhnliches: Rainer Maria Kardinal Woelki eröffnet und zelebriert die Messe in der Maria Himmelfahrt Kirche in Andernach. Am Fest der Taufe des Herrn feierten die Andernacher Christen mit dem Kölner Kardinal den Gottesdienst.

800 Jahre Mariendom

Anlass ist ein besonderes Jubiläum: Der spätromanische "Mariendom", die älteste Kirche der Stadt am Mittelrhein, feiert 2020 unter dem Motto "GottesOrt in Andernach" 800-jähriges Bestehen – zeitgleich mit der im selben Jahr erbauten Michaelskapelle am Rande der Innenstadt. Den Auftakt machte das Pontifikalamt mit dem für Andernach zuständigen Metropolitanbischof Woelki. Die musikalische Gestaltung der Messe lag beim Andernacher Stadtorchester sowie Chorgemeinschaften der städtischen Pfarreien und aus Nachbargemeinden.

Kardinal Woelki hatte gleich bei der Eröffnung des Gottesdienstes die Sympathien der Andernacher auf seiner Seite: Er sagte, er sei froh, nicht die weltlichen Aufgaben des damals in Andernach regierenden Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Rainald von Dassel erfüllen zu müssen. Sonst wäre er heute so etwas wie ein Ministerpräsident und müsste sich um Dinge wie die Müllabfuhr kümmern.

"Steinalt und atemberaubend schön"

Die geistlichen Aufgaben liegen ihm näher. Er erinnerte in seiner Predigt daran, dass alle Gläubige durch die Taufe zu Christus gehören und untereinander verbunden seien. Hier knüpfte er an den Mariendom an, der ein aus Stein gewordenes Abbild der Kirche aus lebendigen Steinen, also den Gläubigen, sei.

Den Bezug zur Gegenwart stellte er her, indem er fragte, ob Schönheit nur das Privileg der Jugend sei. Er beantwortete die Frage mit einem "Nein", denn der Andernacher Dom beweise das Gegenteil: Er sei "steinalt und atemberaubend schön".
Woelki stellte die Frage nach der Schönheit der lebendigen Kirche, die sie durch ihre Orientierung an der Heiligen Schrift gewinnen könne. Auch die Sünde vermöge die Schönheit der Kirche nicht zerstören, da Jesus Christus selbst unzerstörbar sei.

"Leben ohne Gott, bedeutet Leben ohne Tiefgang"

Er ging auf die Erneuerung der Kirche ein, die nur mit einer Erneuerung unseres Lebens einhergehen könne, das im Idealfall ein Spiegelbild des Göttlichen darstelle. Demgegenüber sei ein Leben ohne Gott ein Leben ohne Tiefgang. "Von Tagesschau zu Tagesschau" oder "von Tweet zu Tweet": In den Tag hineinzuleben genüge eben nicht.

In den abschließenden Worten vor der Segensspendung rief der Kardinal dazu auf, im Alltag, in der Familie oder in der Schule immer wieder aufrichtig und freudig ein Glaubenszeugnis zu geben, damit das Christentum weiterhin im Alltag erlebbar und erfahrbar bleibe. Er empfahl, "lebendige Monstranz" zu sein und individuell Christus dort in die Welt zu tragen, wohin jeder Einzelne gestellt sein möge. Dazu sollen die Andernacher Christen besonders ihr Festjahr nutzen.

Vera Döhner
(DR)

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