In NRW gibt es 879 katholische Bekenntnisschulen
Unterricht
Erzbischof Stefan Heße
Erzbischof Stefan Heße

09.09.2019

Erzbistum Hamburg äußert sich zu Schulschließungen Nur sechs statt acht

Das Erzbistum Hamburg will statt acht nur noch sechs katholische Schulen in der Hansestadt schließen. Nach einer Sponsorensuche hat sich Erzbischof Stefan Heße für den Erhalt der Sophienschule und der Schule Harburg entschieden.

Allerdings solle die bisherige Grund- und Stadtteilschule in Harburg nur noch als Grundschule weiterbestehen, wie die Diözese an diesem Montag mitteilte.

Insgesamt seien in den vergangenen Monaten mehr als sieben Millionen Euro für den Erhalt der beiden Standorte eingeworben worden, sagte Heße. Auch wenn es nicht gelungen sei, die Sekundarstufe in Harburg abzusichern, sei allein der Erhalt beider Standorte angesichts der dramatischen Finanzlage des Erzbistums ein großer Erfolg.

In Abstimmung mit dem Wirtschaftsrat der Diözese

Die Entscheidung sei in Abstimmung mit dem Wirtschaftsrat der Diözese gefallen, hieß es. An beiden Standorten bedürfe es nun der Anhörung der Schulgremien.

Für die Sophien-Grundschule ist laut Erzbistum weiter ein Neubau geplant. Baustart könnte 2021 sein. Die Grundschule in Harburg solle in die Räume des benachbarten katholischen Gymnasiums umziehen, das 2025 geschlossen wird. Der Komplex werde umgebaut und erweitert.

Bemühungen um Spenden werden fortgesetzt

Die Gesamtelternvertretung der katholischen Schulen in Hamburg zeigte sich erleichtert über den Fortbestand der beiden Standorte, bedauerte aber zugleich die Schließung der Stadtteilschule, die in Hamburg die früheren Formen Haupt-, Real- und Gesamtschule vereint. «Der systematische Rückzug aus den Stadtteilschulen steht in starkem Widerspruch zum sozialen Auftrag der katholischen Kirche und wird negative Folgen für das katholische Schulsystem in Hamburg haben», betonte das Sprecherteam in einer Stellungnahme. Die Schule in Harburg sei die fünfte von insgesamt sieben Stadtteilschulen, die nun geschlossen werde.

Kritik aus der Politik

Scharfe Kritik an der Entscheidung kam aus der örtlichen Politik. Die SPD-Fraktion Harburg sprach von einer "Bankrotterklärung" des Erzbistums für ihren Bezirk, in dem nun ein Gymnasium und eine Stadtteilschule geschlossen würden und somit ein ganzes katholisches Schulsystem wegfalle.

An beiden Standorten plant das Erzbistum nach eigenen Angaben Investitionen von insgesamt knapp 25 Millionen Euro. Ein Teil werde aus Eigenmitteln finanziert. Daneben würden die Bemühungen um Spenden weiter fortgesetzt.

Das Erzbistum Hamburg hatte Anfang 2018 angekündigt, wegen seiner prekären Finanzlage bis zu 8 seiner 21 Schulen in der Hansestadt zu schließen. Die Entscheidung hatte für viele Proteste gesorgt. Die Schließung der beiden Standorte in Barmbek und Harburg hatte bislang noch unter einem Vorbehalt gestanden.

(KNA)

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