Bischof em. Paul-Werner Scheele
Paul-Werner Scheele
Der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper
Kardinal Walter Kasper
Paul Werner Scheele (l.), Walter Kasper (m.) und Franz-Josef Bode
Paul Werner Scheele (l.), Walter Kasper (m.) und Franz-Josef Bode

15.05.2019

Kardinal Kasper würdigt Scheeles Einsatz für die Ökumene "Mut machender Ratgeber"

​Der deutsche Kurienkardinal Walter Kasper hat den verstorbenen emeritierten Würzburger Bischof Paul-Werner Scheele als unermüdlichen Fürsprecher der Ökumene, hoch geschätzten Bischof und langjährigen treuen Freund gewürdigt.

"Er war mir in vielen, manchmal nicht einfachen Situationen ein guter, immerzu Mut machender und Freude ausstrahlender Ratgeber, dessen Rat und Unterstützung ich viel zu verdanken habe", heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Kondolenzschreiben des früheren Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen an Würzburgs Bischof Franz Jung. Scheele war am Freitagabend im Alter von 91 Jahren gestorben.

Engagement für Ökumene seit der Taufe 

Kasper erinnerte daran, dass Scheele Papst Benedikt XVI. auf dessen Frage, seit wann er sich für die Ökumene engagiere, mit den Worten "seit meiner Taufe" geantwortet habe. "Besser und schlagfertiger kann man Ökumene, die ihm zeitlebens ein persönliches Anliegen war, kaum begründen", so der Kardinal.

Er habe seinen Dienst für die Einheit und den Frieden in der Kirche und zwischen den Kirchen immer mit Freude getan und habe diese Freude mit seinem angeborenen frischen Humor auch in nicht immer erfreulichen Situationen ausgestrahlt. "Friede und Freude, das kann und sollte sein Vermächtnis für die Gegenwart und die Zukunft sein", betonte Kasper.

Leiter der DBK-Ökumene-Kommission 

Der in Olpe geborene Scheele stand von 1979 bis 2003 an der Spitze des fränkischen Bistums. Außerdem leitete er 27 Jahre lang die Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz. Als Journalist hatte Scheele noch an der Schlussphase des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 bis 1965) teilgenommen. Auch nach seiner Emeritierung als Diözesanbischof 2003 gehörte er fünf weitere Jahre dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen sowie mehreren internationalen ökumenischen Kommissionen an.

Als führender Ökumeniker der katholischen Kirche in Deutschland war er an Meilensteinen wie der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre 1999 sowie dem Ersten Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin beteiligt.

(KNA)

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