Regensburger Domspatzen
Regensburger Domspatzen
Gymnasium der Domspatzen in Regensburg
Gymnasium der Domspatzen in Regensburg

22.03.2019

Regensburger Domspatzen-Gymnasium bekommt erstmals eine Chefin "Vor allem zeitgemäße Akzente setzen"

Die Leitung des Gymnasiums der Regensburger Domspatzen wird erstmals einer Frau anvertraut. Man darf gespannt sein: Die Musiklehrerin an einem Münchner Gymnasium kündigte bereits Innovationen an. 

Die gebürtige Straubingerin Christina Lohse (55) folgt zum 1. August auf Oberstudiendirektor Berthold Wahl (67), der nach 15 Jahren in den Ruhestand geht und bereits am 5. April verabschiedet wird. Die Entscheidung der Findungskommission erfolgte laut Mitteilung vom Freitag einstimmig. Lohse ist ledig und ist seit 2006 Seminarlehrerin für Musik an einem Münchner Gymnasium.

Traditionen und kreative Akzente

Lohse studierte an der Münchner Hochschule für Musik und unterrichtete vor ihrer aktuellen Tätigkeit sechs Jahre an der Deutschen Schule in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Die Musikpädagogin kündigte an, sie wolle im Domspatzen-Gymnasium "stabilisierende Traditionen pflegen, aber auch kreative, innovative und vor allem zeitgemäße Akzente setzen". Sie wolle einen kommunikativen Führungsstil und einen wertschätzenden Umgang mit Schülern und Lehrkräften pflegen.

Das Gymnasium des weltberühmten Knabenchors wird derzeit von mehr als 300 Schülern besucht. Es geht auf die 975 durch den heiligen Regensburger Bischof Wolfgang gegründete Domschule zurück. Außerdem verfügen die Regensburger Domspatzen über ein Internat und eine Grundschule.

Auch weibliche Spitze im Chor?

Auch im Chor selbst wird es zum Herbst einen Führungswechsel geben. Der bisherige Domkapellmeister Roland Büchner (65) steht nach 25 Jahren ebenfalls vor dem Abschied. Über seine Nachfolge ist noch nicht entschieden. Spekulationen, dass eine Frau an die Spitze des weltberühmten Chors gewählt werden könnte, haben sich allerdings noch nicht erhärtet. Wenn es nach dem langjährigen Leiter der Regensburger Domspatzen, Georg Ratzinger, ginge, dann habe eine Frau an dieser Position auch nichts verloren. Er könne sich nicht so recht eine Chorleiterin vorstellen.

"Meine ganz persönliche, vielleicht altmodische Meinung ist die, vor so viel Buben und jungen Männern ist's doch besser, wenn ein Mann dem Chor vorsteht", sagte der frühere Regensburger Domkapellmeister der Bischöflichen Pressestelle in Regensburg. Umgekehrt sei es vielleicht nicht so. Denn vor einem Mädchenchor habe sich ein männlicher Chorleiter vielfach bewährt.

(KNA)

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