Priester will im Ruhestand sich vom Zölibat entpflichten lassen.
Priester will im Ruhestand sich vom Zölibat entpflichten lassen.

11.03.2019

Katholischer Propst geht in Ruhestand Entpflichtung vom Zölibat

Mit Eintritt in den Ruhestand will ein katholischer Propst aus dem Emsland mit einer Frau zusammenleben. Tatsächlich entpflichtet ihn der Osnabrücker Bischof Bode vom Zölibat.

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode entsprach der Bitte des 68-Jährigen, ihn wegen Aufgabe des Zölibats vom priesterlichen Dienst zu entpflichten, wie Bistumssprecher Hermann Haarmann am gestrigen Sonntag auf Anfrage bestätigte. Dietmar Blank, Ende Februar als Meppener Propst verabschiedet, war 40 Jahre lang als Priester tätig.

Wunsch schon 2018 geäußert

Laut einem Schreiben Bodes an die betroffene Gemeinde hatte der Propst im Herbst 2018 seinen Wunsch mitgeteilt, wegen seiner angeschlagenen Gesundheit in den vorzeitigen Ruhestand gehen zu wollen. Im Januar habe ihn der Geistliche über seine Zukunftspläne mit der Bitte um Entpflichtung informiert. "Mir war es daraufhin ein Anliegen, seine Verabschiedung als Propst von der Mitteilung der Entpflichtung zu trennen, um Dietmar Blank uneingeschränkt für seine priesterlichen Dienste danken zu können", erklärte der Bischof.

Jesus Christus selbst war ehelos

Das Wort "Zölibat" kommt von dem lateinischen Ausdruck caelebs, was soviel bedeutet wie ehelos. Der Begriff "Zölibat" bezeichnet die von Priestern und Mönchen zahlreicher Religionen geforderte Ehelosigkeit und den Verzicht auf jede Form der sexuellen Betätigung. Begründet wird der Zölibat in erster Linie mit dem Hinweis darauf, dass Jesus Christus selbst ehelos war und die Ehelosigkeit "um des Himmelreiches willen" für diejenigen empfahl "die es erfassen können" (Mt 19,12). Da Grund und Maß des Wirkens der Kirche und ihrer Dienste Jesus Christus ist, soll der Priester, als Stellvertreter Christi in der Gemeinde, auch so leben wie er. (dr)

(KNA)

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