Erzbischöfliches Ordinariat in München
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Peter Beer, Generalvikar des Erzbistums München und Freising
Peter Beer, Generalvikar des Erzbistums München und Freising

30.11.2018

Münchner Generalvikar verteidigt Reform an Verwaltungsspitze "Der Zeitpunkt ist gut"

Der Münchner Generalvikar hat die geplante Ernennung von Laien an die Spitze des Erzbischöflichen Ordinariats verteidigt. Die Entscheidung, die Aufgabe vom Amt des Generalvikars zu trennen, sei "weder Aktionismus noch Kurzschluss".

Das sagte Peter Beer im Interview der "Münchner Kirchennachrichten". Derzeit werde das konkrete Zusammenspiel zwischen der Funktion des Amtschefs oder der Amtschefin und des Generalvikars geklärt: "Da geht es um Haftungsfragen, kirchenrechtliche Aspekte, theologische Implikationen und vieles andere."

Abbau von Konzentration der Macht auf Priester

Am vergangenen Sonntag hatte der Münchner Kardinal Reinhard Marx bekanntgegeben, dass die erzbischöfliche Verwaltung ab dem Jahr 2020 nicht mehr wie in der Kirche üblich von einem geweihten Priester im Amt des Generalvikars geleitet werden soll, sondern von einer Frau oder einem Mann aus dem Laienstand.

Damit wolle man die Laufbahnentwicklung für Frauen und Männer im Laienstand erweitern und Karrierechancen eröffnen. Ziele seien zudem eine weitere Professionalisierung im Bereich der Verwaltung und der Abbau von Konzentration der Macht auf Priester.

Beer sagte, er sehe in der Entscheidung keine Reaktionen auf einen oberflächlichen Zeitgeist, sondern vielmehr auf die Zeichen der Zeit, durch die Gott zu den Menschen spreche. "Außerdem würde ich dann ebenso geklärt haben wollen, was denn noch alles passieren muss, bis man vom Reden ins Tun kommt, bis sich wirklich etwas ändert, damit unsere Kirche aus der zum Großteil selbst verschuldeten Krise wieder heraus kommt." Er wünsche sich, dass die neuen Stelleninhaber nicht auf ihren Sesseln klebten.

Guter Zeitpunkt

Er selbst wird das Amt des Generalvikars im Jahr 2020 abgeben. Welche neue Aufgabe er dann übernehmen werde, wisse er nicht, erklärte Beer.

"Doch die Entscheidungen wie die zur Umstrukturierung der Leitungsebene muss man eben fällen, wenn sie der Sache nach fällig sind und nicht erst dann, wenn man für sich selbst alles abgesichert beziehungsweise klar hat." Der Zeitpunkt sei dafür gut gewesen: Er habe 2020 dann das Amt des Generalvikars zehn Jahre lang inne gehabt, und der Kardinal plane die kommenden zehn Jahre im Erzbistum.

(KNA)

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