Erste päpstliche Basilika Ostdeutschlands in Wechselburg
Die Basilika Hl. Kreuz in Wechselburg
Das Wappen des Heiligen Stuhls
Das Wappen des Heiligen Stuhls
Nuntius Nikola Eterovic
Nikola Eterovic
Bischof Heinrich Timmerevers
Heinrich Timmerevers, Bischof von Dresden-Meißen

12.11.2018

Erste päpstliche Basilika Ostdeutschlands in Wechselburg "Basilica minor" in Sachsen

Die Wallfahrtskirche im sächsischen Wechselburg ist nun offiziell die erste päpstliche Basilika Ostdeutschlands außerhalb von Berlin. Der Apostolische Nuntius, Erzbischof Nikola Eterovic, verlas in einem Festgottesdienst in Wechselburg die Urkunde.

Mit dieser hat Papst Franziskus die Heilig-Kreuz-Kirche des Benediktinerklosters zur "Basilica minor" erhoben. Im Beisein von Ortsbischof Heinrich Timmerevers und des Ettaler Abtes Barnabas Bögle enthüllte er zudem das Papstwappen am Eingangsportal.

Geschichtliche Bedeutung nicht ausschlaggebend

Der Papst-Botschafter betonte, für die Erhebung einer Kirche zur "Basilica minor" sei nicht allein architektonische Schönheit oder geschichtliche Bedeutung ausschlaggebend, "sondern vielmehr, dass sie lebendige Zentren des katholischen Glaubens sind, was sich in den vielfältigen pastoralen Aktivitäten und insbesondere in der Schönheit und Feierlichkeit der Liturgien spiegelt".

Alles müsse so ausgerichtet sein, "die Begegnung des zeitgenössischen Menschen mit dem dreieinen Gott zu erleichtern". Dies sei in der säkularisierten Gesellschaft besonders wichtig, so Eterovic. Weltweit gibt es etwa 1.500 Kirchen mit dem päpstlichen Ehrentitel "Basilica minor", in Deutschland nunmehr 77, davon 3 in Berlin.

Timmerevers: Basilika ein "besonderes Glaubenszentrum"

Bischof Timmerevers wertete die päpstliche Auszeichnung als Beleg dafür, dass die Basilika ein "besonderes Glaubenszentrum" des Bistums Dresden-Meißen sei, das Menschen auch weit über die Region hinaus anziehe: "Ich hoffe, dass immer mehr Menschen den spirituellen Reichtum entdecken, den diese Kirche in ganz besonderer Weise ausstrahlt." Die Basilika in Wechselburg gehört zu den am besten erhaltenen romanischen Bauten im Osten Deutschlands.

Das Kloster Wechselburg wurde vor 850 Jahren gegründet und 1543 im Zuge der Reformation aufgelöst. Die bayerische Benediktiner-Abtei Ettal eröffnete dort 1993 auf Einladung des Bistums Dresden-Meißen eine Niederlassung, um die katholische Minderheit in Ostdeutschland nach dem Ende der DDR zu unterstützen.

Derzeit leben dort drei Mönche, die sich in der Wallfahrt- und Pfarrseelsorge sowie in der Polizeiseelsorge engagieren. Zudem führen sie ein Jugend- und Familienhaus. In Wechselburg finden unter anderem Jugendvespern mit mehreren hundert Teilnehmern statt.

(KNA)

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