Stiftskirche in Neuzelle
Stiftskirche in Neuzelle

17.05.2018

Stiftungsdirektor über das Jubiläum des Klosters Neuzelle Von der Gotik zum Barock

Im Zisterzienserkloster Neuzelle gehen bald wieder Mönche ein und aus. Über das 750. Jubiläum des "Barockwunders" und seine  Bedeutung für die Region haben wir mit der Stiftung "Stift Neuzelle" gesprochen.

DOMRADIO.DE: Ihre Stiftung wurde vor über 20 Jahren gegründet. Wie war denn der Zustand der Klosteranlage damals?

Walter Ederer (Marketing-Direktor der Stiftung Stift Neuzelle): Der Zustand der Klosteranlage war natürlich sehr schlecht. Ich war der Mann der ersten Stunde, wenn man so will. Ich war der Erste, der hier über die Schwelle gegangen ist und sich die ganzen Sachen angeschaut hat.

Wir haben in über 20 Jahren mit einer Investitionssumme von über 52 Millionen Euro doch eine ganze Menge schaffen können. Und wir sind sehr dankbar, dass dieses Geld auch immer geflossen ist.

DOMRADIO.DE: Die katholische Stiftskirche "Sankt Marien" dominiert die Klosteranlage. Aus einem ursprünglich gotischen Kirche wurde ein barockes Gebäude. Was macht diese Kirche so besonders?

Ederer: Ursprünglich war es eine gotische Kirche. Man hat noch diesen gotischen Grundriss, daneben einen gotischen Kreuzgang, aber um 1650 wurde die Kirche barockisiert: Man hat Barock-Himmel aufgehängt und in die Kirche Barock-Altäre gestellt. Heute kann man in Neuzelle den Weg von der Gotik zum Barock ganz toll nachempfinden.

Auf der anderen Seite ist die Kirche natürlich auch ein Zeugnis der damaligen Geistesströmung, die man gerne Gegenreformation nennt. Das ist aus Prag rübergeschwappt, wo um einzelne Kirchen gekämpft wurde. Die Mönche, die meist aus Prag hierher ins Kloster kamen, haben diesen Geist mitgebracht und dieses Barockwunder geschaffen.

DOMRADIO.DE: Von Brandenburg aus wird das Gründungsjubiläum kräftig gefeiert. Über 100 Veranstaltungen stehen auf dem Programm. Am Freitag ist die Auftaktveranstaltung. Was sind denn aus Ihrer Sicht die Höhepunkte?

Ederer: Wir haben drei große Open-Air Konzerte auf dem Stiftsplatz, mit dem Babelsberger Film-Orchester, dem brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt/Oder und dem Landesjugend-Jazzorchester. Das wird eine sehr schöne Veranstaltung mit "geistlichem Jazz" – wir versuchen uns natürlich auch an den Geist dieses Ortes anzulehnen.

Dann eröffnen wir am Freitag eine neue Dauerausstellung. Die alte wurde 2004 geschaffen und es wurde Zeit, sie zu erneuern. Wir werden im Theater eine alte Passions-Darstellung aus der Barockzeit aufgebaut und zwei Künstler beauftragt, eine moderne Szene zum Thema "Weltgericht" zu schaffen. Die wird jetzt gerade noch eingebaut, ebenso wie die Lichttechnik. 

Wir haben auch kleinere Veranstaltungen, eine Gesprächsreihe mit Gregor Gysi zum Thema "Gott und die Welt". Weiterhin wird es kleinere Konzerte in der Orangerie und im Klostergarten und ein Gartenfest geben. Und wir bieten natürlich eine ganze Menge Führungen an – auch zu den entsprechenden Tagen wie dem "Tag des offenen Denkmals".

DOMRADIO.DE: Die barocke Pracht ist sehr beeindruckend. Aber wie wichtig ist es, dass die Klosteranlage wieder zu einem echten Kloster wird, indem Mönche leben und arbeiten?

Ederer: Wir begrüßen das sehr! Wir sind sehr froh, dass das Land diesbezüglich auch mit dem Bistum Görlitz einen Vertrag abschließt, der einen Rahmen bildet. Der Vertrag ist auch noch nicht geschlossen, aber die Arbeit beginnt schon jetzt. Wir müssen noch Ersatzquartiere schaffen, etwa für die Musikschule. Hauptnutzer sind ein Gymnasium und eine Oberschule eines privaten Schulträgers.

Und wir werden natürlich an dem Problem arbeiten, wie wir die Baumaßnahme finanzieren können, um den Mönchen ein repräsentatives Gebäude zur Verfügung stellen zu können.

Das Gespräch führte Aurelia Rütters.

(DR)

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