Diskussion um Kreuze im öffentlichen Raum
Diskussion um Kreuze im öffentlichen Raum
Reinhard Kardinal Marx
Reinhard Kardinal Marx

06.05.2018

Kirche begrüßt Kreuze im öffentlichen Raum Kardinal Marx: "Dafür sind wir dankbar"

In der Debatte um den Kreuzerlass der bayerischen Landesregierung sendet der Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx versöhnliche Signale in Richtung Politik. Die Kirche begrüße alle Initiativen für Kreuze im öffentlichen Raum.

Marx äußerte sich am Samstag im Würzburger Kiliansdom zu dem Thema. Das Kreuz sei das Zeichen, das Gott den Menschen gegeben habe. Daher sei es gut, wenn dieses Zeichen, insbesondere in Bayern, besonders gepflegt werde. „Dafür sind wir dankbar“, betonte Marx.

Auch sei es gut, dass der Staat ein besonderes Verhältnis zu den Kirchen pflege, betonte Marx, der auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz ist. Es sei segensreich, dass der Staat den Kirchen den Raum gebe, Zeugnis zu geben. Aber es seien zuerst die Christen, die diesen Raum nutzen und ihn füllen müssten. Die Kirchen seien bereit zu zeigen, welche großartige Botschaft das Kreuz bezeuge. Die Kirche stehe auch bereit zu zeigen, dass das Kreuz ein Zeichen der Integration in unruhigen Zeiten sein könne.

Kein kulturelles Symbol

Marx äußerte sich bei der Aufnahme von Männern und Frauen in den päpstlichen Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Der Kardinal ist Großprior des Ritterordens. Der Münchner Erzbischof hatte dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) zuvor vorgehalten, mit seinem Kreuzerlass „Spaltung, Unruhe, Gegeneinander“ ausgelöst zu haben. „Wenn das Kreuz nur als kulturelles Symbol gesehen wird, hat man es nicht verstanden“, sagte er. Es stehe dem Staat nicht zu, zu erklären, was das Kreuz bedeute.

Das bayerische Kabinett hatte beschlossen, dass künftig jeweils im Eingangsbereich öffentlicher Gebäude ein Kreuz als „sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung in Bayern und Deutschland“ angebracht werden solle. Söder selbst sagte, dass das Kreuz kein Zeichen einer Religion, sondern ein Bekenntnis zur Identität und zur kulturellen Prägung Bayerns sei. Diese Äußerungen hatten zu einer heftigen Debatte über das Verhältnis des Staates zu den Glaubensgemeinschaften ausgelöst, der sich auch Vertreter von Judentum und Islam beteiligten.

(KNA)

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