Hamburger Generalvikar Ansgar Thim
Hamburger Generalvikar Ansgar Thim

21.03.2018

Erzbistum Hamburg will ehrenamtlichen Wirtschaftsrat einrichten Neuland in der Hansestadt

Das finanziell angeschlagene Erzbistum Hamburg will die katholischen Laien bei der Haushaltsplanung stärker miteinbeziehen. Im Juni dieses Jahres will die Diözese deshalb einen Wirtschaftsrat aus Ehrenamtlichen ins Leben rufen.

Dies kündigte Generalvikar Ansgar Thim am Dienstagabend in Hamburg an. Das Gremium solle mit je einem Vertreter aus jedem der pastoralen Räume des Erzbistums besetzt werden und Bischof und Generalvikar in wirtschaftlichen Fragen beraten. Eine vergleichbare Einrichtung gebe es in Deutschland bislang noch nicht, so Thim.

Kritik am Reformprozess

Der Generalvikar äußerte sich im Rahmen einer Informationsveranstaltung für haupt- und ehrenamtliche Kirchenmitglieder, aus deren Reihen er viel Kritik für die im Erzbistum laufenden Reformprozesse erhielt. Thim rechtfertigte erneut die Entscheidung der Diözese, bis zu acht der 21 katholischen Schulen in Hamburg zu schließen. "Wenn wir nicht sofort gehandelt hätten, hätten wir keine Schule halten können."

Mehrere kirchliche Mitarbeiter bemängelten einen fehlenden Dialog der Bistumsleitung mit den Gläubigen und sprachen von einem "Vertrauensverlust". Das Erzbistum bemühe sich bereits um eine bessere Verständigung und schaue, wie Kommunikation besser gelingen könne, sagte Thim. "Allerdings habe ich den Eindruck, dass berechtigte Sorgen im Moment eher in einem Gegeneinander als in einem Miteinander ausgetragen werden."

Gemeinden zur Unterstützung aufgerufen

Der Generalvikar rief die Gemeinden zur Unterstützung bei der Bestandsaufnahme von Immobilien auf. In den kommenden Monaten werde die zuständige Abteilung des Erzbistums zusammen mit der Unternehmensberatung Ernst & Young die Instandsetzungs- und Investitionsbedarfe ermitteln.

Die Untersuchung diene zunächst nicht der Aufgabe, sondern der vollständigen Erfassung aller Gebäude. Im Fokus stehen rund 750 kirchliche Immobilien in den Pfarreien des Erzbistums, das sich über Schleswig-Holstein, Hamburg und den Landesteil Mecklenburg erstreckt.

Das Erzbistum Hamburg ist laut eigenen Angaben mit rund 79 Millionen Euro überschuldet. Den Investitionsbedarf für ihre Gebäude beziffert die Diözese auf über 150 Millionen Euro bis zum Jahr 2021.

(KNA)

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