09.03.2018

Gläubige begrüßen neu ernannten Bischof in Würzburg "Man erwartet was vom neuen Bischof"

Der von Papst Franziskus im Februar zum Bischof von Würzburg ernannte Speyrer Generalvikar Franz Jung hat an diesem Freitag erstmals seine künftige Bischofsstadt besucht. Am Mittag betete der 51-Jährige im Kiliansdom das Angelus-Gebet.

Dass dazu gut 1.000 Menschen gekommen waren, freue ihn sehr, sagte Jung. Gleichzeitig rief er die Gläubigen dazu auf, die Buß- und Fastenzeit zu nutzen, um das Alte hinter sich zu lassen und neu aufzubrechen. Zum Abschluss sangen alle das fränkische Marienlied "Oh himmlische Frau Königin".

Zuvor hatte Jung mit dem Domkapitel das Neumünster besucht, um am Schrein der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan zu beten. Außerdem besichtigte er das Bischofshaus, seinen künftigen Wohnsitz.

Am Nachmittag wird der Geistliche mit seinen Vorgängern im Amt, Friedhelm Hofmann und Paul-Werner Scheele, zusammentreffen. Die offizielle Amtseinführung findet am 10. Juni um 14.00 Uhr statt. Das Bistum Würzburg zählt rund 750.000 Katholiken.

"Man erwartet was vom neuen Bischof"

Vor Journalisten sagte Jung, die große Teilnahme am Mittagsgebet zeige: "Man erwartet was vom neuen Bischof". Nach seiner offiziellen Amtseinführung und Weihe habe er sich vorgenommen, in einem überschaubaren Zeitraum das Bistum mit seinen 19 Dekanaten kennenzulernen. Ihm sei Integration wichtig, deshalb wolle er auch ein Bischof sein, der zusammenführe. Die Menschen seien eingeladen, gemeinsam mit ihm diesen Weg zu gehen.

Noch habe er keine Tipps erhalten, wie er die neue Aufgabe angehen solle, sagte Jung. In Anspielung auf eine Gemeinsamkeit der Bistümer Speyer und Würzburg zeigte sich der Geistliche allerdings überzeugt, dass man mit Leuten in einer Weinregion "schon auskommen kann" und fügte hinzu: "Das wird schon klappen." Sich selbst charakterisierte er als einen Menschen, der gerne anpacke und mit anderen dabei zusammenarbeite.

(KNA)

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