Kollekte in der Kirche
Kollekte in der Kirche
Geldscheine im Geldbeutel
Geldscheine im Geldbeutel

27.10.2017

Kirche sorgt sich um Kollekten Banken nehmen keine Münzen mehr

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) sorgt sich um die Zukunft ihrer Kollekten. Grund dafür ist, dass Banken Münzbeträge nur noch gegen Gebühren annehmen.

In einem Antrag, über den die EKBO-Landessynode am Freitag diskutierte, fordert die Kirchengemeinde Berlin-Bohnsdorf die Kirchenleitung auf, in einer Vereinbarung mit Banken sicherzustellen, dass diese die Kollekteneinnahmen unentgeltlich akzeptierten.

Der Lichtenberger Superintendent Hans-Georg Furian rief die EKBO auf, ihre Teilhaberschaft in der "Evangelischen Bank" zu beenden. Er kritisierte, "dass jemand mit dem moralischen Mehrwert 'evangelisch' winkt, eine Geschäftsstelle im Evangelischen Zentrum hat und dann sagt, er nimmt kein Bargeld von Kollekten mehr an". 

Kollekte in Gefahr durch unterdrückten Bargeldverkehr

Zahlreiche andere Kirchenparlamentarier bestätigten das Problem. "Da der Bargeldverkehr immer weiter unterdrückt wird, müssen wir uns Gedanken machen, wie wir mit dem Kollektenwesen künftig umgehen", so die Neuköllner Superintendentin Viola Kennert. Der Templiner Superintendent Uwe Simon forderte die Landeskirche auf, auf möglichst hoher Ebene, etwa im Rahmen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), mit den Bankenverbänden ins Gespräch zu kommen.

Dagegen wies Synodenpräses Sigrun Neuwerth darauf in, dass in Schweden vieles bereits bargeldlos erfolge. "Bargeld ist nicht unsere Zukunft", betonte Neuwerth. "Wir müssen uns Gedanken darüber machen, wie wir unsere Kollekten künftig organisieren."

(KNA)

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