30.06.2017

Neues Leitbild für Seelsorge im Erzbistum Freiburg in Kraft Ziele und Perspektiven für das kirchliche Leben

Das Erzbistum Freiburg hat Leitlinien für Seelsorge und kirchliches Leben beschlossen. Erzbischof Stephan Burger setzte das Leitbild bei einem Festakt am Donnerstagabend offiziell in Kraft.

Das 60-seitige Papier fasst Ziele und Perspektiven für das kirchliche Leben in den kommenden zehn Jahren zusammen. Verschiedene Gremien, Verbände und Kirchengemeinden hatten über mehrere Jahre daran gearbeitet. "Die Leitlinien wollen einen Rahmen aufzeigen, der eine Zukunftsentwicklung möglich macht", sagte Burger.

Das Strategiepapier behandelt eine große Fülle von Themen, etwa den Religionsunterricht, Gottesdienstformen, Gemeindeleitungsmodelle, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern und den Dialog mit evangelischer Kirche und dem Islam. Vor dem Hintergrund einer sinkenden Zahl an Gläubigen und des Priestermangels sollen neue Seelsorgezentren Impulse setzen und beispielsweise gezielt religiöse Angebote für Jugendliche, Familien oder Ältere entwickeln. Die immer größeren Zusammenschlüsse von Kirchengemeinden hätten auch zur Entfremdung vieler Gläubigen vom kirchlichen Leben beigetragen, heißt es.

"Alternative Formen der Gemeindeleitung"

Das karitative Engagement wird als eine wichtige Aufgabe der Christen beschrieben. Ein Fokus soll in den kommenden Jahren zudem darauf liegen, den Glauben an junge Menschen weiterzugeben. Die Leitlinien rufen auch dazu auf, über "alternative Formen der Gemeindeleitung" nachzudenken und dabei neben Priestern auch ehrenamtlich Engagierte stärker einzubeziehen.

Die Leitlinien werden nun an die verschiedenen kirchlichen Mitarbeiter, ehrenamtlich Engagierten und an die Kirchengemeinden und kirchliche Gruppen verteilt. Regelmäßig soll überprüft werden, welche Konzepte erfolgreich sind und wo nachjustiert werden muss.

(KNA)

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