Heilig-Rock-Tage des Bistums Trier gestartet

Den Glauben feiern

"heraus gerufen" unter diesem Motto sind die Heilig-Rock-Tage des Bistums Triers eröffnet worden. Bei dem zehntägigen Bistumsfest stehen unter anderem Bibellesungen, Konzerte, Tanztheater und Mittagsgebete auf dem Programm.

Bischof Ackermann bei den Heilig-Rock-Tagen  / © Michael Merten (KNA)
Bischof Ackermann bei den Heilig-Rock-Tagen / © Michael Merten ( KNA )

Mit einer Ehrung für die beiden aus der Diözese stammenden Bischöfe Georg Bätzing (Limburg) und Helmut Dieser (Aachen) sind die Heilig-Rock-Tage des Bistums Trier eröffnet worden. Der frühere Trierer Generalvikar Bätzing und der ehemalige Weihbischof Dieser wurden am Freitagabend im Trierer Dom zu Ehrenkapitularen der ältesten deutschen Bischofskirche ernannt. An dem Gottesdienst nahm auch der Münsteraner Bischof Felix Genn teil, der neben Kardinal Reinhard Marx und dem früheren luxemburgischen Erzbischof Fernand Franck bereits den Ehrentitel trägt.

Georg Bätzing, Bischof im @BistumLimburg, ist heute zum Ehrendomherr am Trierer Dom ernannt worden. Was bedeutet Trier für ihn? #hrt17 pic.twitter.com/4AmuMecitI

— Bistum Trier (@bistum_trier) 28. April 2017

Die bis zum 7. Mai dauernden Heilig-Rock-Tage stehen unter dem Motto "heraus gerufen". Damit erinnert das diözesane Fest an das Abschlussdokument der Trierer Bistumssynode, die in den kommenden Jahren tiefgreifende Reformen mit sich bringen soll. An allen Tagen sind Gläubige zur Mitarbeit an einer "Synoden-Werkstatt" eingeladen. Es gehe darum, dass "wir den Auferstandenen feiern, uns im Glauben stärken lassen, uns austauschen und begegnen", betonte Bischof Ackermann während des Eröffnungsgottesdienstes.

"Wir sind jetzt in der Phase der Umsetzung der Synodenergebnisse, weshalb wir auch bei den Heilig-Rock-Tagen ins Gespräch mit den Menschen kommen wollen", erklärte Bistumssprecherin Judith Rupp auf Anfrage. Im März und April seien bereits mehr als 100 Anregungen bei einem "Resonanz-Telefon" eingegangen. Dabei sei es vor allem um die geplante Errichtung von 35 "Pfarreien der Zukunft" anstelle der bisherigen 172 Pfarreiengemeinschaften gegangen.

Unser ehemaliger Weihbischof, der jetzige Aachener Bischof Dieser war zu Gast bei den Heilig-Rock-Tagen. Was verbindet ihn mit Trier? #hrt17 pic.twitter.com/IE7Xw9vJUX

— Bistum Trier (@bistum_trier) 29. April 2017

Vielfältiges Programm

An den zehn Tagen bietet das Bistum Trier rund 180 Einzelveranstaltungen an, darunter zahlreiche Gottesdienste, geistliche Angebote und Workshops. Erstmals gibt es einen Tag des ehrenamtlichen Engagements, der sich an die laut Bistum rund 80.000 Engagierten richtet. Zudem gibt es eigene Angebote etwa für Kinder, Jugendliche, Behinderte, Förderschüler, Ehejubilare, Soldaten, Diakone, Pfarrsekretäre, Ordenschristen und muttersprachliche Gemeinden. Das Kulturprogramm reicht von der Bach-Motette bis zum Jazz, von der Militärmusik bis zum Chanson und zum Tanztheater. Im täglichen Abendlob um 21 Uhr im Dom wird auf das Motto Bezug genommen.

Die Heilig-Rock-Tage sind aus der Heilig-Rock-Wallfahrt 1996 hervorgegangen. Der Heilige Rock, der im Trierer Dom aufbewahrt wird, gilt nach alter Überlieferung als Leibrock Jesu. Während der Heilig-Rock-Tage ist die Heilig-Rock-Kapelle des Doms geöffnet. Der Heilige Rock ist allerdings nicht zu sehen. Er wird - durch ein klimatisiertes Glaszelt geschützt - in einem Holzschrein aufbewahrt. Zuletzt war er bei der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 zu sehen.


Quelle:
KNA , epd