Karl Kardinal Lehmann
Karl Kardinal Lehmann

19.05.2016

Hessische Landtagsfraktionen würdigen Kardinal Lehmann "Brückenbauer zwischen Kirchen und Gesellschaft"

In einer von der CDU beantragten Aktuellen Stunde hat der hessische Landtag dem zurückgetretenen Mainzer Karl Kardinal Lehmann für seine fast 33 Jahre währende Amtszeit gedankt. 

Der kirchenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Tobias Utter, hob Lehmanns Einsatz für Ökumene und interreligiösen Dialog hervor: "Er baut Brücken zwischen den christlichen Kirchen, er baut Brücken zu anderen Religionsgemeinschaften." Lehmann verbinde "hohe theologische Gelehrsamkeit mit sympathischer Volkstümlichkeit". Der Einsatz für die Menschen bestimme Lehmanns Denken und Handeln, sagte der kirchenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Ernst-Ewald Roth. "Sein Humor und seine Liebe am Leben machen sein Leben und sein Handeln so lobenswert."

Beeindruckende Persönlichkeit

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linke-Fraktion, Hermann Schaus, bezeichnete Lehmann als Bischof, "der den Dialog sucht, der Argumente ohne allzu große ideologische Scheuklappen vor seine Entscheidungen und Positionen setzt". Zugleich kritisierte er, dass Lehmann die kapitalismuskritischen Äußerungen von Papst Franziskus relativiert habe. Die FDP-Abgeordnete Nicola Beer betonte: "Er beeindruckt insbesondere als Persönlichkeit, dessen Glaube und Werteordnung eine Basis der Orientierung für viele in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft bieten in einer komplexen, sich schnell verändernden Welt."

Vertreter eines modernen Katholizismus'

Der Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Mathias Wagner, sprach Lehmann eine prägende Rolle im öffentlichen Diskurs zu. Der Kardinal habe "in kirchlichen, gesellschaftlichen und politischen Debatten klar Stellung bezogen" und stehe für einen "offenen, zugewandten und modernen Katholizismus". Lehmann habe viel bewegt, etwa für wiederverheiratete Geschiedene, bei der Schwangerenkonfliktberatung, dem Einfluss von Frauen in der Kirche und der Toleranz gegenüber Homosexuellen.

Lehmann war am Pfingstmontag nach Vollendung seines 80. Lebensjahres aus dem Amt des Bischofs von Mainz ausgeschieden, das er fast 33 Jahre innegehabt hatte. Von 1987 bis 2008 war er zudem Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Anfang 2001 erhob ihn der damalige Papst Johannes Paul II. zum Kardinal.

(KNA)

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