Weihbischof Timmerevers wird Bischof für das Bistum Dresden-Meißen
Weihbischof Timmerevers wird Bischof für das Bistum Dresden-Meißen
Reinhard Kardinal Marx
Reinhard Kardinal Marx
Bischof Felix Genn
Bischof Felix Genn
Erzbischof Heiner Koch
Erzbischof Heiner Koch
ZdK-Präsident Thomas Sternberg
ZdK-Präsident Thomas Sternberg
Bischof Ulrich Neymeyr
Bischof Ulrich Neymeyr

29.04.2016

Gratulationen zur Ernennung von Weihbischof Heinrich Timmerevers "Reiche pastorale Erfahrung"

Die Ernennung von Heinrich Timmerevers (63) zum neuen Bischof von Dresden-Meißen ist in Politik und Kirche mit Freude und großen Erwartungen aufgenommen worden. Weitere Reaktionen finden Sie hier. 

Papst Franziskus hat den Münsteraner Weihbischof Heinrich Timmerevers (63) zum neuen Bischof von Dresden-Meißen ernannt. Das gaben der Vatikan, das Bistum Dresden-Meißen und das Bistum Münster am Freitag zeitgleich bekannt.

Timmerevers folgt auf Heiner Koch, der seit vergangenem September Erzbischof von Berlin ist. Bislang leitet Timmerevers das Bischöflich Münstersche Offizialat in Vechta. Seit 2001 steht er damit an der Spitze von rund 260.000 Katholiken im niedersächsischen Teil des Bistums Münster.

Die Deutsche Bischofskonferenz bescheinigte dem neuen Bischof "reiche pastorale Erfahrung" aus über 30 Jahren als Priester und 15 als Weihbischof. Sie seien "beste Voraussetzungen" für die künftigen Herausforderungen, betonte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, in einem Glückwunschschreiben.

Der Wechsel von Vechta in die ostdeutsche Diaspora sei ein großer Schritt, so Marx. Er äußerte sich zugleich überzeugt, dass die Gläubigen im Bistum Dresden-Meißen ihren neuen Bischof "mit großem Wohlwollen aufnehmen werden". Marx dankte Timmerevers außerdem für sein bisheriges Engagement in der Deutschen Bischofskonferenz, vor allem in der Kommission für geistliche Berufe und kirchliche Dienste sowie in der Unterkommission für Lateinamerika.

"Hoch geschätzten Wegbegleiter"

Bei der Bekanntgabe des Wechsels in Vechta würdigte der Münsteraner Bischof Felix Genn seinen bisherigen Weihbischof als "hoch geschätzten Wegbegleiter" und dankte ihm für seine Verdienste. Der Theologe sei ein "Seelsorger aus Liebe zu Gott und den Menschen", erklärte Genn am Freitag in Münster. 

Genn dankte dem scheidenden Weihbischof für sein Wirken im Bistum Münster. Er sei überzeugt, "dass es reiche Frucht bringen wird". Als Herausforderung für Timmerevers nannte Bischof Genn die Minderheitensituation der katholischen Kirche im Bistum Dresden-Meißen: Aus einer "gut katholischen" Region wechsele der bisherige Weihbischof in eine Diözese, in der die Katholiken einen Bevölkerungsanteil von nur 3,3 Prozent hätten. Dennoch gebe es dort eine "lebendige katholische Kirche", in der die Vorfreude auf den neuen Bischof groß sei.

Koch gratuliert Gläubigen 

Sein Vorgänger, Berlins Erzbischof Heiner Koch, gratulierte nicht nur Timmerevers, sondern auch den Gläubigen im Bistum zu ihrem neuen Oberhirten. Er freue sich, so Koch wörtlich, "dass die Zeit der Vakanz - an der ich nicht ganz unschuldig bin - so schnell beendet wurde."

Diözesanadministrator Andreas Kutschke, der das Bistum in der Zeit der Vakanz leitete, sagte am Freitag, mit der Ernennung des bisherigen Weihbischofs erhalte das sächsische Bistum "einen hervorragenden Hirten". Er sei sich "sicher, dass er unser schönes Bistum und die Menschen in Sachsen und Thüringen schnell in sein Herz schließen wird". Timmerevers werde in Dresden "mit offenen Armen empfangen", fügte er hinzu.

Auch der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat Timmerevers zu seinem neuen Amt gratuliert. Mit Freude habe er von der Ernennung erfahren, schreibt Woelki in seinem Glückwunsch an den bisherigen Weihbischof im Bistum Münster. Für die neue Aufgabe wünsche er ihm Gottes reichen Segen, Zuversicht und Kraft.

Erfurter Bischof: Sich auf Minderheiten einstellen 

Der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr äußerte sich gewiss, dass sein neuer Amtsbruder sich auf die Minderheitenlage der ostdeutschen Katholiken sehr gut einstellen werde. Der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt lud Timmerevers ein, die "bewährte Zusammenarbeit" der Bistümer Görlitz und Dresden-Meißen fortzusetzen: "Wir haben gemeinsam die wichtige Aufgabe, die kleinen Gemeinden in unserer Region zu stärken und als missionarische Kirche zu leben."

"Geistlich starker Christ"  

"Mit großer Freude" und einer herzlichen Gratulation reagierte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, auf die heutige Ernennung von Weihbischof Heinrich Timmerevers zum Bischof der Diözese Dresden-Meißen. Der ZdK-Präsident wörtlich: "Mit Ihnen wird ein erfahrender Weihbischof neuer Hirte des Bistums Dresden-Meißen, der ein ebenso überzeugender wie geistlich starker Christ ist und der den "Geruch der Schafe" – so wie Papst Franziskus es treffend formuliert – kennt und liebt."

Auch wenn seine Amtseinführung erst nach dem 100. Deutschen Katholikentag liegt, freue sich das gesamte ZdK, dass er bereits das aktuelle Programm aktiv mitgestalte, erklärt Sternberg. Timmerevers wird unter anderem einen Segnungsgottesdienst zelebrieren und an der Podiumsdiskussion 'Wie Ehe und Familie gelingen können' teilnehmen.

Glückwünsche von Tillich 

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) betonte, Timmerevers bringe vielfältige Erfahrungen als Seelsorger und in der Kirchenleitung mit. Er habe ihn "als zupackenden Baumeister der heutigen Kirche kennengelernt". Das seien "gute Voraussetzungen, um die Kirche in Sachsen in die Zukunft zu führen und Religion für Gläubige und glaubensferne Menschen sichtbar und erlebbar zu machen".

Der neue Bischof könne helfen, "Brücken zu bauen und den Zusammenhalt in Sachsen zu befördern". Auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) begrüßte die Ernennung. Er bescheinigte Timmerevers ein "herausragendes Engagement" im Malteser-Orden und in der Bischofskonferenz. Das Bistum Dresden-Meißen erstreckt sich auch auf Ost-Thüringen.

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