Familie am Strand
Familie am Strand
Reinhard Kardinal Marx
Reinhard Kardinal Marx

27.12.2015

Kardinal Marx betont die Bedeutung der Familie "Sonntage für Familie freihalten"

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, ruft dazu auf, den Sonntag stärker für die Familien freizuhalten. Diese benötigten mehr gemeinsame Zeit, insbesondere "den Sonntag als einen Tag der Unterbrechung".

Das betonte Marx am Sonntag in einer Morgenfeier im Bayerischen Rundfunk. Es sei "in unserer Kultur, die stark auf Leistung, auf Tempo, auf Ergebnisse ausgerichtet ist, so wichtig, den Sonntag zu schützen" als einen Tag, der den Menschen Zeit schenke für sich selbst, ihre Familien und für Gott. Zudem betonte der Erzbischof von München und Freising, dass es "eine ganz zentrale Aufgabe gerade auch für die Kirche" sei, da, wo es schwierig werde, die Menschen zu begleiten. Das gelte etwa bei der Erziehung, im Falle einer Ehekrise oder auch bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung.

"Alle sind Brüder und Schwestern"

In seiner Radiopredigt hob Marx zugleich die grundlegende Bedeutung von Familie für jeden Einzelnen und die Gesellschaft hervor. Außerdem rief er zur Solidarität mit Flüchtlingen auf, die oftmals ohne ihre Familie in die jeweiligen Gastländer fliehen müssten. "Hier sind wir als aufnehmende Gesellschaft gefragt und vor allem auch als Christen", sagte Marx. Es gehöre zur christlichen Grundüberzeugung, "dass wir alle Brüder und Schwestern sind".

Familie sei "kein Begriff, der für Abgrenzungen taugt, sondern ein Begriff, der weit macht und offen für das Leben, der Menschen zusammenführt und so auch Geborgenheit und Stärke geben kann", unterstrich der Kardinal. Die Trennung von der Familie gehöre für viele Flüchtlinge zum Alltag. Das Gefühl, einsam und allein auf der Welt zu sein, und nicht zu wissen, wie es den Angehörigen gehe, bedeute für viele Flüchtlinge die "größte seelische Not".

Familien als Weltwunder

Nach Ansicht von Marx brauchen Menschen einander, "um sich vollends entfalten zu können". Der ursprüngliche und erste Ort für diese Erfahrung sei die Familie. Diese stelle in vielerlei Hinsicht "ein Wunder" dar, weil hier oft "Unglaubliches geleistet wird und Menschen über sich hinaus wachsen und Unmögliches schaffen können". Familien seien geradezu ein "Weltwunder, weil sie über alle kulturellen, religiösen und sogar ideologischen Grenzen hinweg eine beständige und wichtige Größe menschlichen Zusammenlebens sind". Aus Familien entstünden "überhaupt erst Gesellschaften, Völker und Staaten".

(KNA)

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