Hildesheimer Dom
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30.11.2015

Bistum Hildesheim will trotz Mehreinnahmen sparen Auf Nummer sicher

Das Bistum Hildesheim rechnet zwar in den kommenden Jahren mit weiter steigenden Einnahmen, will aber trotzdem einen vorsichtigen Kurs in seiner Haushaltspolitik fahren.

Die aktuell gute Lage müsse zur Stärkung des Eigenkapitals und zur Absicherung der Risiken genutzt werden, erklärte Finanzdirektor Helmut Müller laut einer Mitteilung der Diözese vom Montag auf der jüngsten Sitzung des Diözesankirchensteuerrats in Hildesheim. "Für zusätzliche Ausgaben sehe ich keinen Spielraum."

Der Diözesankirchensteuerrat verabschiedete auch den Haushaltsplan für 2016. Er sieht Einnahmen und Ausgaben von 197 Millionen Euro vor und liegt bei einem leichten Rückgang von rund 400.000 Euro etwa auf Vorjahresniveau. Mit rund 164 Millionen Euro wird der weitaus größte Teil der Einnahmen aus Kirchensteuermitteln erwartet. 2014 betrugen die Kirchensteuereinnahmen 152,3 Millionen Euro. Für 2015 wird ein Anstieg um drei Prozent prognostiziert.

Sorgen bereiteten die Versorgungszusagen für Priester, kirchliche Beamte und andere Berufsgruppen in der Kirche, so Müller. Hier täten sich angesichts niedriger Zinsen beim Bistum und bei den Versorgungskassen enorme Lücken auf. Das Gesamtrisiko belaufe sich auf 200 Millionen Euro, die im Notfall nur durch Kreditaufnahmen finanziert werden könnten. Daneben sei das frei verfügbare Eigenkapital des Bistums zum Jahresende 2014 auf vier Millionen Euro abgeschmolzen. Damit ließen sich kurzfristige Schwankungen von Einnahmen und Ausgaben nicht mehr bewerkstelligen, hieß es.

Getrübt sind laut Bistum auch die langfristigen Aussichten. Nach Schätzungen des Freiburger Finanzwissenschaftlers Bernd Raffelhüschen werde das Kirchensteueraufkommen der Diözese bis 2050 auf 123 Millionen Euro sinken. Das seien knapp 18 Prozent weniger als zurzeit. Zugleich gehe die Zahl der Kirchenmitglieder voraussichtlich auf rund 360.000 zurück, ein Minus gegenüber heute von 41 Prozent.

Weihbischof Heinz-Günter Bongartz kündigte an, das Bistum werde über Konsequenzen der langfristigen Prognosen beraten. Zudem müsse es darum gehen, Visionen zu entwickeln für eine "Kirche für andere und nicht nur für einen kleinen Haufen".

 

(KNA)

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