27.01.2015

Der Hamburger Weihbischof Jaschke zur Wahl Heßes "Ich freue mich wirklich auf ihn"

Eine internationale Stadt mit katholischer Minderheit - auf den neu ernannten Erzbischof Stefan Heße warten in Hamburg viele Herausforderungen. “Er wird die Menschen sehr schnell für sich gewinnen“,  sagt der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke im domradio.de-Interview.

domradio.de: Heute ist ein wichtiger Tag - freuen Sie sich auf die Begegnung?

Weihbischof Jaschke: Ja natürlich. Zum Glück mussten wir nicht allzu lange warten. Und wir hatten bei der Wahl ja auch eine gewisse Auswahl - drei Kandidaten standen zur Verfügung. Und dann haben wir uns für einen entschieden. Ich hoffe, er macht es gut. Er ist herzlich willkommen. Man kennt sich natürlich im Rahmen der deutschen Kirche. Das ist überschaubar. Ich freue mich wirklich auf ihn.

domradio.de: Kardinal Woelki hat gestern gesagt, Hamburg könne sich auf einen Bischof freuen, der ein großes Herz für die Menschen hat und auf sie zugehen kann. Auf was kann sich Stefan Heße denn freuen?

Jaschke: Er kann sich auf eine große Stadt freuen. Hamburg nennt sich auch Tor zur Welt. Hamburg hat einen liberalen Geist. Die Stadt ist nicht sehr kirchlich, aber den Kirchen durchaus wohlgesonnen.  Man schaut mit Interesse: Was ist das für ein Mann? Es gibt ja nicht nur Hamburg. Er kommt ja auch nach Schleswig-Holstein, wo genauso so viele Katholiken leben, und nach Mecklenburg , nach Schwerin – in diese gemischte Diaspora-Großstadt. Er wird lernen, sich dort zu Hause zu fühlen und die Menschen zu entdecken.

domradio.de: Passt ein Rheinländer nach Hamburg?

Jaschke: Aber natürlich. Rheinländer sind nicht nur auch Menschen, - sondern sehr aufgeschlossene und sympathische Menschen. Rheinländer haben im Laufe der Jahrhunderte auch gelernt, sich immer wieder anzupassen und dabei locker und ungestresst zu bleiben. Stefan Heße ist ein junger Mann: Das heißt, wir werden lange etwas von ihm haben- so Gott will. Er soll seine ersten Schritte machen, ganz locker. Er wird die Menschen sehr schnell für sich gewinnen.

domradio.de: Was sind die Aufgaben, die  er anpacken wird?

Jaschke: Nach der Reformation ist Hamburg evangelisch geworden.  Stefan Heße muss lernen mit der evangelischen Mehrheit gut ins Gespräch zu kommen und zu sehen, dass Kirche mehr ist als römisch-katholische Kirche. Was hat Hamburg noch zu bieten? Eine große Weltoffenheit, die Vielfalt der Nationen, die fremdsprachigen Missionen, die Koreaner, die Philippinos, viele Polen, Italiener, Portugiesen, Spanier, Ghanaer - hier gibt es eine bunte Vielfalt an Christsein, an Kirche und an kirchlichem Spektrum.

domradio.de: Ab 10.30 Uhr, stellt sich der neue Hamburger Erzbischof seinem neuen Erzbistum vor. Sie können bei domradio.de mit Bild und Ton dabei sein. Vielen Dank Weihbischof Jaschke und viele Grüße an den hohen Norden.

Jaschke: Ich grüße die Kölner und bedanke mich, dass Ihr uns einen so guten Mann schickt.

(dr)

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