Gebet mit Papst Franziskus
Gebet mit Papst Franziskus

14.10.2019

Papst und Teilnehmer der Amazonas-Synode beten für Ecuador Konflikt begleitet Bischofstreffen

Bei den seit Tagen andauernden Unruhen in Ecuador sind bislang mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Nun haben Papst Franziskus und die Teilnehmer des Bischofstreffens zu Amazonien gemeinsam für Ecuador gebetet.

"Vertrauen wir der Gottesmutter unsere ecuadorianischen Geschwister an, die in den vergangenen Tagen gestorben sind oder verletzt, verfolgt und festgenommen wurden", betete Franziskus zu Beginn der Arbeiten im Plenum, wie der Leiter der vatikanischen Kommunikationsbehörde, Paolo Ruffini, anschließend bei einer Pressekonferenz berichtete. Demnach war die Lage der Indigenen in Ecuador auch in einigen Redebeiträgen thematisiert worden.

Sozialen Frieden suchen

Papst Franziskus hatte sich bereits am Sonntag besorgt über die Ausschreitungen in Ecuador geäußert. "Ich ermutige dazu, sozialen Frieden zu suchen, unter besonderer Berücksichtigung der Menschenrechte sowie der Verletzlichsten im Volk, der Armen", sagte er bei seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Er teile den Schmerz der Angehörigen über die Toten und Verletzten, so der Papst.

Bei den seit Tagen andauernden Unruhen in Ecuador sind bislang mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Entzündet hatte sich der Konflikt an einem Spardekret von Präsident Lenin Moreno, das unter anderem die Streichung von Subventionen für Benzin und Diesel vorsieht. In der Hauptstadt Quito wurde der Ausnahmezustand verhängt. Trotz einer Ausgangssperre kam es am Wochenende wieder zu Protesten.

Katholische Kirche vermittelt

Jüngst zeichnete sich eine mögliche Lösung ab, da sich Regierung und Indigenen-Verband Conaie auf erste Schritte zur Lösung der Krise verständigten. Moreno kündigte eine Rücknahme des umstrittenen Spardekrets an, Conaie-Präsident Jaime Vargas ein Ende des Streiks. Die Einigung erfolgte bei einem Dialog auf Initiative der Vereinten Nationen und katholischer Kirche.

Das Bischofstreffen der Amazinas-Synode ging am Montag in die zweite Woche. Die rund 300 Teilnehmer beraten bis 27. Oktober unter dem Motto "Amazonien - neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie". Dabei tauschen sich Kirchenvertreter und andere Experten über seelsorgliche Herausforderungen und mehr Rechte für die indigene Bevölkerung aus. Auch ökologische und soziale Folgen des Raubbaus in der ressourcenreichen Region sind immer wieder Thema.

(KNA)

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