Europas Bischöfe zwischen Dialog und Ausgrenzung mit Rechtspopulisten
Bischöfe bei der Synode
In der zweiten Reihe: Ordensfrauen sitzen hinter Bischöfen
In der zweiten Reihe: Ordensfrauen sitzen hinter Bischöfen

15.10.2018

Diskussion um Stimmrecht für Frauen auf Bischofssynode "Es ist nun mal ein Gremium von Bischöfen"

Für Forderungen, auch Frauen bei der aktuellen Bischofssynode in Rom mit abstimmen zu lassen, sehen die Oberen dreier Männerorden derzeit keine Chance. Sie verweisen in dieser Frage auf die Praxis untergeordneter Versammlungen.

So wies der Generalminister des Franziskaner-Minoritenordens, Marco Tasca, bei einer Pressekonferenz am Montag im Vatikan auf Diözesansynoden hin. Bei diesen seien Frauen und andere Nichtkleriker in großer Zahl vertreten und hätten auch Stimmrecht. Dieses Konzept müsse auf die nationale oder kontinentale Ebene ausgeweitet werden, erläuterte Tasca auf Nachfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur.

Ordensfrauen dürfen nicht mit abstimmen

Hintergrund der Debatte ist die Tatsache, dass bei der derzeit tagenden Synode zur Jugend außer Bischöfen und Ordenspriestern auch zwei nicht geweihte Ordensbrüder über das Abschlussdokument mit abstimmen dürfen. Ordensfrauen haben diese Möglichkeit bisher nicht.

Daher fordern mehrere kirchliche Fraueninitiativen mit einer Online-Unterschriftenaktion, Vertreterinnen von Frauenorden ebenfalls ein Stimmrecht zu geben.

Eine weltweite Versammlung wie eine Bischofssynode, allerdings mit stimmberechtigten Frauen und anderen Laien, bezeichnete Tasca als "wenig fruchtbar". Die Dinge, über die bei einer weltweiten Versammlung von Vertretern aller Gläubigen gesprochen werden müssten, seien zu unterschiedlich, die zu erwartenden Ergebnisse würden zu allgemein. Wie gut dies aber regional funktioniere, zeigten etwa Synoden in Lateinamerika.

Ein Gremium von Bischöfen

Der General des Dominikaner-Ordens, der Franzose Bruno Cadore, äußerte sich mit Blick auf "neue Strukturen" zurückhaltend. Junge Menschen in der Kirche wollten weniger Strukturen, "sondern Orte, an denen sie sich zu Hause fühlten". Der Generalobere des Jesuitenordens, der Venezolaner Arturo Sosa, äußerte sich zögernd, was die Synode betrifft - dies sei nun mal ein Gremium von Bischöfen -, erwartet aber Änderungen in der Kirche.

Seiner Meinung nach wurde das Kirchenbild des Zweiten Vatikanischen Konzils vom "Volk Gottes" noch lange nicht genügend umgesetzt.

Eigene Beratungsgremien für den Papst aus gewählten Frauen oder Vertretern junger Menschen hält der Franziskaner Tasca dagegen für denkbar. Solche Ideen hatten zuletzt etwa der niederländische Weihbischof Johannes de Jong oder der Vorsitzende des Bundes der deutschen Katholiken (BDKJ), Thomas Andonie, angeregt.

(KNA)

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