Eine Frau steht hinter einem Priester
Zölibat: Debatte dauert an
Erzbischof Koch
Erzbischof Koch
Bischof Peter Kohlgraf
Bischof Peter Kohlgraf
Deutsche Teilnehmer: Bischof Stefan Oster
Bischof Stefan Oster

27.09.2018

Nach Missbrauchsstudie: Diskussion um Zölibat "Kein Tabuthema"

Wegen des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche gerät jetzt der Zölibat erneut in die Diskussion. Der Berliner Erzbischof Heiner Koch will mögliche Zusammenhänge zwischen Zölibat und Missbrauch stärker überprüfen. 

"Wir werden uns fragen, wo in der zölibatären Lebensform Risiken liegen, wenn sie als Flucht vor der Wirklichkeit, aus Angst vor Beziehung oder aus fehlgeleiteter Sucht nach Status gewählt wird", schreibt Koch in einem Gastbeitrag für die Boulevardzeitung "B.Z.".

"Ich empfinde Scham, dass Taten verschleiert und Täter nicht angemessen zur Rechenschaft gezogen wurden, dass das Ansehen der Kirche über den Schutz der Opfer gestellt wurde", so der Erzbischof. Er appellierte an Betroffene und alle, denen Vorwürfen von sexuellem Missbrauch zu Ohren kämen, sich zu melden. Es gehe darum, "eine Kultur der Achtsamkeit und des Hinsehens zu erreichen".

"Pflicht zur Ehelosigkeit überdenken"

Zuvor hatte der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf dafür plädiert, die Pflicht zur Ehelosigkeit für katholische Priester zu überdenken. Für ihn sei der Zölibat kein Tabuthema, sagte der Bischof im SWR.

Der Passauer Stefan Oster erklärte demgegenüber, er sehe keine Notwendigkeit, grundsätzlich über den Zölibat zu diskutieren. Die Ergebnisse der Missbrauchsstudie hätten deutlich gemacht, dass der Zölibat "nicht das eigentliche Problem" sei, sagte er am Mittwoch im ZDF.

Das Problem liege vielmehr darin, dass die Lebensform und das System der katholischen Kirche immer wieder Menschen angezogen habe, die "womöglich sexuell unreif sind und ein Problem haben und hoffen, es in der Kirche in einer solchen Struktur verdrängen zu können, sich dem nicht stellen zu müssen", sagte Oster. Diese "unreife Disposition" in Kombination mit dem Zölibat habe womöglich Übergriffe begünstigt.

(KNA)

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