Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda
Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda (Archivbild 2016)

25.09.2017

Deutsche Bischöfe treffen sich zur Herbstvollversammlung Terrorismus, Islam und Umweltschutz

Die deutschen katholischen Bischöfe treffen sich von Montag an zu ihrer Herbstvollversammlung in Fulda. Zu den Themen gehören unter anderem Umwelt und aktuelle Fragen zur Flüchtlingsarbeit. Insgesamt nehmen 68 Bischöfe teil.

Die deutschen katholischen Bischöfe treffen sich von Montag an zu ihrer Herbstvollversammlung in Fulda. Im Mittelpunkt der viertägigen Versammlung steht nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz das Thema "Umwelt und integrale Entwicklung als Aufgabe der Kirche". Auch aktuelle Fragen zur Flüchtlingsarbeit sowie zu den Gefahren des internationalen Terrorismus sollen diskutiert werden. Die Vollversammlung wählt zudem einen neuen stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz.

Das Ergebnis der Bundestagswahl steht zwar nicht offiziell auf der Tagesordnung, dürfte aber am Rande eine wichtige Rolle spielen. Die Versammlung der 67 Bischöfe endet am Donnerstag. Zum Abschluss ist ein Festakt geplant. Dabei wird an die Gründung der Bischofskonferenz vor 150 Jahren erinnert.

An der Tagung nehmen den Angaben zufolge 68 Bischöfe unter der Leitung des Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, teil. Die Vollversammlung, die nicht öffentlich stattfindet, ist das höchste Gremium der katholischen Kirche in Deutschland. Im Mittelpunkt der Herbstvollversammlung steht ein Studientag zur Umweltenzyklika "Laudato si" von Papst Franziskus. Diskutiert werden dürfte über den Beitrag, den die katholische Kirche selbst im Kampf gegen den Klimawandel leisten kann. Als positive Beispiele gelten die beiden südwestdeutschen Diözesen, die sich seit Jahren den Umweltschutz als ureigenes Thema auf die Fahnen geschrieben haben.

Vorbereitung auf Jugendsynode

Innerkirchlich wird es beim Thema Jugendsynode, zu der Franziskus für das nächste Jahr eingeladen hat. Wie sehen junge Menschen die Kirche, und wie sieht die Kirche junge Menschen? So heißen vereinfacht zusammengefasst die Fragestellungen. Aus dem breit angelegten Diskussionsentwurf soll ein Papier entwickelt werden, das den deutschen Beitrag widerspiegelt. Dass dabei die deutsche Position auch auf Weltebene von größtem Interesse ist, hatte zuletzt die römische Familiensynode gezeigt.

Neben Inhalten geht es auch um Personalien: Im Vergleich zur Frühjahrsvollversammlung haben mit Norbert Trelle und Friedhelm Hofmann zwei Ortsbischöfe die Altersgrenze von 75 erreicht und sind somit nicht mehr dabei. Erstmals kommen vier Weihbischöfe und der neue Mainzer Bischof Peter Kohlgraf zu einer Vollversammlung. Weil Trelle bislang das Amt des stellvertretenden Vorsitzender der Konferenz bekleidet hatte, muss der Posten neu besetzt werden. Vorhersagen, wer es werden könnte, sind schwer möglich.

(epd, KNA)

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