Das Zweite Vatikanische Konzil
Das Zweite Vatikanische Konzil

18.11.2015

Katholische Bischöfe präsentieren Kurzfilme zu 50 Jahre Konzil Geschichte filmisch interpretiert

Die Deutsche Bischofskonferenz hat das Ergebnis ihres Kurzfilmprojekts zum Zweiten Vatikanischen Konzil vorgestellt. In der Filmuniversität Babelsberg präsentierte sie sechs aus 14 ausgewählten Beiträgen zum Thema "Freude und Hoffnung, Trauer und Angst".

Das Motto bezieht sich auf die deutsche Übersetzung des Konzilsdokuments "Gaudium et Spes" über die Kirche in der Welt von heute, das vor 50 Jahren beschlossen wurde.

Die sechs Kurzfilme dazu stammen von Studenten der Filmuniversität Babelsberg "Konrad Wolf", der Met Film School Berlin und des Hallischen Instituts für Medien. Es sind die Beiträge "Pedrams Universum" von Andreas Boschmann, "Blutsverwandt" von Agniia Galdanova sowie "Hand in Hand" von Nadja Grubitzsch, Teresa Ifland, Mirko Rudolph, Laura Carius und Lisa Gleike. Vorgeführt wurden zudem "Graue Stunde" von Oliver Adam Kusio, "An die Nachgeborenen" von Christian Zapf, Anne Walther, Darya Ernst und anderen sowie "Metamorphoses" von Vera Mayskaya.

Prälat Jüsten würdigt Wegbereiter

Als Vertreter der Bischofskonferenz würdigte Prälat Karl Jüsten vor allem den Berliner Filmproduzenten Werner Barg. Als Kurator habe er "die Türen zu den Film-Hochschulen geöffnet" und das Projekt von der ersten Idee bis zur Fertigstellung begleitet, erklärte der Leiter des Katholischen Büros Berlin. Er dankte auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) für die Förderung der Kurzfilme und der weiteren Kulturprojekte der Bischofskonferenz zum Konzilsjubiläum mit Theatermachern, Schriftstellern, Musikern und Bildenden Künstlern.

Das Erzbistum Berlin beteiligte sich ebenfalls finanziell. Dessen emeritierter Weihbischof Wolfgang Weider hob die Aktualität des Konzilsdokuments hervor. "Freude und Hoffnung, Trauer und Angst gab es damals und gibt es heute, aber mir scheint, die Ängste sind viel größer geworden und die Hoffnungen viel dringlicher", sagte Weider.

Kurzfilme online abrufbar

Auch die Präsidentin der Filmuniversität Babelsberg, Susanne Stürmer, begrüßte die Initiative. Sie sagte, dass die Bischöfe "den Mut hatten, zu einer künstlerischen Auseinandersetzung einzuladen und auch auf den Nachwuchs zu setzen". Der Geschäftsführer des Katholischen Filmwerks, Harald Hackenberg, kündigte an, die Kurzfilme seien als DVD über katholische und evangelische Medienzentralen zu entleihen oder unter www.medienzentralen.de online abrufbar.

(KNA)