14.02.2010

Papst: Bergpredigt fordert nicht Sozialrevolution Programm der christlichen Liebe

Die Hilfe für die Armen und Leidenden gehört nach Worten von Papst Benedikt XVI. zu den zentralen Aufgaben der Kirche. Die Bergpredigt und der Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Barmherzigkeit gelte auch für ihr Wirken in der heutigen Gesellschaft, betonte er am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Jesus Christus habe mit der Bergpredigt keine soziale oder politische Revolution ausgerufen, sondern ein Programm der christlichen Liebe vorgetragen.

Die Bergpredigt gehe davon aus, dass es eine göttliche Gerechtigkeit gebe, die die Hungernden, die ungerecht Behandelten und die Erniedrigen aufrichte, führte Benedikt XVI. aus. Diese göttliche Gerechtigkeit verwirkliche sich nicht erst im «Reich Gottes», sondern bereits in der Geschichte. Dafür einzutreten sei Aufgabe der Christen auch unter den heutigen sozialen Bedingungen. Der Einsatz für Gerechtigkeit stehe auch als Thema über der am Aschermittwoch beginnenden Fastenzeit, betonte der Papst unter Hinweis auf seine Botschaft zur vorösterlichen Bußzeit. Darin wendet er sich gegen eine oberflächliche, rein materielle Sichtweise von Gerechtigkeit. Papst: Christliche Werte Europas verteidigenFerner rief Papst Benedikt XVI. zur Verteidigung christlicher Werte in Europa auf. Dazu gehörten das Zeichen des Kreuzes, das Evangelium Christi und das Leben nach dem Evangelium, sagte er am Sonntag zum Fest der beiden Europa-Patrone Kyrill und Method. Die von den Slawenaposteln propagierten Werte blieben auch heute ein «solides Fundament der geistigen Kraft der Völker und der Einheit Europas», sagte Benedikt XVI. nach seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Einsatz gegen «Logik des Profits»Zuvor hatte der Papst das Zentrum der römischen Caritas am Hauptbahnhof Termini besucht. An der anderthalbstündigen Begegnung nahmen Arme und Obdachlose teil. Der Papst rief zum Einsatz für eine menschenwürdige Zukunft auf. Das gelte gerade in einer Welt, in der die «Logik des Profits und die Suche nach eigenen Interessen» vorzuherrschen schienen, so das Kirchenoberhaupt. Solidarität und Nächstenliebe müssen nach den Worten des Papstes die bestimmenden Kräfte beim Aufbau einer gerechteren und brüderlichen Gesellschaft bilden. Anlässlich des «Europäischen Jahrs zur Bekämpfung der Armut» war Benedikt XVI. zu einer Begegnung mit Armen, Ärzten und Helfern in die Sozialeinrichtung der Caritas gekommen. Zu ihr gehören eine Kranken-Notaufnahme, eine Herberge und eine Mensa. Als Geschenk überreichten die Gäste der Caritas-Herberge dem Papst ein beim Erdbeben beschädigtes Kreuz aus der Sankt-Petrus-Kirche des Abruzzen-Orts Onna. Es war von den Bewohnern rekonstruiert worden und solle, wie eine Sprecherin betonte, ein «Zeichen der Hoffnung» sein. Für die Kirche bildeten Nächstenliebe und Glaubensverkündigung die zentralen Aufgaben, hob Benedikt XVI. hervor. Die Kirche lebe in der Welt «mit den Menschen» und setze sich in besonderer Weise für Arme, Kranke, Leidende und Bedürftige ein. Der Mensch brauche nicht nur materielle Nahrung und Hilfe, um schwierige Momente zu überwinden, er müsse auch die Wahrheit über sich kennen. Denn ohne Wahrheit, so der Papst, gleite die Liebe in Sentimentalität ab. Sie werde zu einem leeren Gehäuse, das man nach Belieben füllen könne. Die Caritas trage zu einer Kultur bei, in der Arme nicht nur als Problem betrachtet würden, sondern als Menschen mit Würde und Rechten, hatte Roms Kardinalvikar Agostino Vallini bei der Begrüßung des Papstes betont. Der Sozialstaat dürfe Arme und Notleidende nicht vernachlässigen.

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