05.04.2009

Papst fordert gemeinsame Strategie zu Bootsflüchtlingen Vor der Tragödie nicht kapitulieren

Papst Benedikt XVI. hat die EU und afrikanische Staaten zu einer gemeinsamen Strategie gegen das Drama der Bootsflüchtlinge auf dem Mittelmeer aufgerufen. Bei seinem Angelus-Gebet am Sonntag beklagte das Kirchenoberhaupt auf dem Petersplatz, dass immer wieder Menschen beim Versuch ums Leben kämen, Europa über See zu erreichen. "Wir dürfen vor dieser Tragödie nicht kapitulieren, die sich leider immer wieder wiederholt". Neben humanitären Maßnahmen sei ein Vorgehen gegen skrupellose Menschenhändler gefordert.

Das Problem der Bootsflüchtlinge werde durch die Weltwirtschaftskrise weiter verschärft, gab der Papst zu bedenken. Es lasse sich daher nur lösen, wenn sich die afrikanischen Länder - mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft - von Elend und Krieg befreien könnten. «Das Phänomen hat eine solche Dimension erreicht, dass eine koordinierte Strategie zwischen der Europäischen Union und den afrikanischen Staaten immer dringender wird», sagte der Papst zum Schluss der Palmsonntags-Messe auf dem Petersplatz. Papst: Konvention gegen Antipersonenminen unterzeichnenPapst Benedikt XVI. hat alle Staaten der Welt aufgefordert, die Konvention zur Ächtung von Antipersonenminen zu unterzeichnen. Die vor zehn Jahren verabschiedete Ottawa-Konvention zum Verbot von Produktion und Lagerung dieser Minen bleibe wirkungslos, wenn nicht alle Staaten beiträten, sagte das Kirchenoberhaupt am Sonntag bei seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Anlass war der von der UNO für den vergangenen Samstag proklamierte Tag zur Sensibilisierung für die Probleme der Antipersonenminen. Benedikt XVI. appellierte an die Länder, die das Abkommen noch nicht unterzeichnet hätten, unverzüglich ihre Unterschrift unter dieses wichtige internationale Menschenrechts-Dokument zu leisten. Zugleich rief er zu Hilfe für alle Opfer dieser Minen auf. Der Papst erinnerte daran, dass auch der Vatikan durch seine symbolische Unterschrift das Abkommen unterstützt habe.

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