Kardinal Woelki und Präses Rekowski
Kardinal Woelki und Präses Rekowski

01.12.2019

Ökumenische Adventsvesper in Köln Adventszeit spiegelt christliche Zuversicht

Bestehende Tradition: Zu Beginn der Adventszeit haben Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, und der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki gemeinsam eine Adventsvesper veranstaltet.

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, hat zum Beginn der Adventszeit an die Hoffnungsbotschaft des christlichen Glaubens erinnert. Die adventliche Grundhaltung sei geprägt von dem Glauben an die Zukunft Jesu Christi, sagte der Theologe am Samstagabend in einer ökumenischen Adventsvesper in der Kölner Basilika St. Aposteln. "Das Zukünftige, woran wir glauben und worauf wir hoffen, bestimmt schon unsere Gegenwart." Deshalb sollten Christen sich seiner Ansicht nach nicht mit Unfrieden und ungerechten Verhältnissen abfinden. "Wir hoffen auf mehr: auf Gottes Eingreifen und auf seine neue Welt", erklärte der Präses.

Geprägt durch Glaube, Liebe und Hoffnung

Die Kirchen heute bräuchten Stärkung und Ermutigung in Zeiten der Verunsicherung und des Umbruchs. "Sexualisierte Gewalt und Missbrauch in der Kirche hat das Leben von Menschen zerstört und das Vertrauen in die Kirchen erschüttert", sagte Rekowski.

Aufgrund der demografischen Entwicklung und Säkularisierung der Gesellschaft stünden die Kirchengemeinden vor tiefgreifenden Veränderungen. "Das löst Sorgen und Ängste, manchmal auch Wut und Zorn aus. Die Bindung der Menschen an die Kirchen lässt nach." Hier darf laut Rekowski nicht Kleinmut das Handeln bestimmen, sondern die christliche Zuversicht, die geprägt ist durch Glaube, Liebe und Hoffnung.

Woelki: Gott kommt in die Welt

Rekowski gestaltete die Adventsvesper zusammen mit dem Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki. Dieser betonte in seiner Begrüßung die geschwisterliche Verbundheit aller Christinnen und Christen. Die Gläubigen rief er dazu auf, die Tage des Advents nutzen, um "auf Gott zuzugehen, damit er an Weihnachten bei uns in unserem Leben ankommen kann, um seine Gegenwart in unserem Leben Wirklichkeit werden zu lassen".

Im Interview mit DOMRADIO.DE beklagte Woelki, für viele Menschen sei jetzt schon Weihnachten und an Weihnachten schon alles vorbei. Dann fange für die meisten schon der Karneval an. Große Feste bräuchten eine Vorbereitungszeit, da könne man nicht einfach hineinstolpern, so Woelki: "Und Weihnachten ist das Größte, was wir feiern. Gott kommt in die Welt. Er schenkt uns seinen Sohn. Er kommt, um uns zu erlösen. Er macht seine Verheißungen wahr. Er ist der Gott mit uns, er bleibt bei uns. Er tritt in unser Leben ein. Das ist toll. Und dafür braucht es jetzt diese Wochen, damit wir auf ihn zugehen können, damit er Weihnachten auf uns zukommen kann und es zu einer Begegnung kommen kann zwischen ihm und uns an Weihnachten. Denn das ist der Sinn von Weihnachten."

Die rheinische Landeskirche und das Erzbistum Köln setzten mit der Vesper die seit Jahren bestehende Tradition fort, jeweils zu Beginn der Advents- und der Fastenzeit in Köln beziehungsweise Düsseldorf ökumenische Gottesdienste zu feiern.

(epd, DR)

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