Friedenslicht aus Betlehem
Friedenslicht aus Betlehem
Reinhard Kardinal Marx und Landesbischof Heinrich Bedford Strohm
Kardinal Reinhard Marx (l.), Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), und Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

17.12.2018

Marx und Bedford-Strohm senden "Friedenslicht von Bethlehem" aus Dank für das Zeugnis junger Christen

Die Spitzenvertreter der großen Kirchen in Deutschland haben im Münchner Liebfrauendom das "Friedenslicht von Bethlehem" feierlich in Gemeinden und Gruppen ausgesandt. In diesem Jahr kommt das Friedenslicht schon zum 25. Mal nach Deutschland.

Der traditionell von Pfadfinderinnen und Pfadfindern vorbereitete ökumenische Jugendgottesdienst am Sonntag, der als einer der größten seiner Art im deutschsprachigen Raum gilt, stand unter dem Motto "Auf dem Weg zum Frieden". Neben dem Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, war auch der griechisch-orthodoxe Erzpriester Apostolos Malamoussis dabei, der zum 20. Mal an der Feier teilnahm.

Nächstenliebe sei mehr als Toleranz

In seiner Predigt betonte Marx, allen Zweiflern zum Trotz seien Vielfalt und Friede keine Widersprüche. Gott wolle die Vielfalt, weil er die Freiheit wolle, die es möglich mache, dass der Mensch sich schöpferisch entfalten könne. In einer Welt, in der Uniformität herrsche, wäre dies nicht möglich.

Mit dem Gleichnis des barmherzigen Samariter habe Jesus deutlich gemacht, dass es darauf ankomme, Gott und seinen Nächsten zu lieben, erinnerte der Kardinal: "Wir können nicht für alle Verantwortung übernehmen, doch muss der Blick auf alle gerichtet sein." Nächstenliebe sei deshalb mehr als Toleranz, und genau darin bestehe die herausfordernde Botschaft des Evangeliums. Der Kardinal dankte allen jungen Christen für ihr Zeugnis, das sie "mit dem Licht von Bethlehem geben".

Zum 25. Mal nach Deutschland

Das Friedenslicht wird jedes Jahr im November von einem Kind in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet und dann nach Wien gebracht. Von dort aus verteilen es Pfadfinder in die Städte und Dörfer Europas. Während der Weihnachtsgottesdienste werden die Kerzen in den Kirchen am Friedenslicht angezündet. 

Viele Gläubige nehmen es für die Weihnachtstage mit nach Hause, außerdem tragen es die Pfadfinder in Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen, Einkaufszentren, Altenheime, Polizeistationen und Justizvollzugsanstalten sowie in benachbarte Moscheen und Synagogen. Darüber hinaus wird das Friedenslicht zu Politikern gebracht. Die Aktion "Friedenslicht aus Bethlehem" wurde 1986 vom Österreichischen Rundfunk ins Leben gerufen und wird in Deutschland vor allem von den Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbänden getragen.

(KNA)

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