09.12.2012

Papst ruft zur Besinnung in hektischer Vorweihnachtszeit auf Kein Konsumfest

Papst Benedikt XVI. warnt vor einer wachsenden Verweltlichung des Weihnachtsfestes. In der heutigen Konsumgesellschaft drohten diese Tage immer mehr zu einem rein "äußerlichen Fest" zu werden. Die Menschen suchten ihr Glück oft allein in materiellen Dingen.

"Wir haben die Aufgabe, heute auf diese Stimme zu hören, um im Herzen Platz und Aufnahmefähigkeit für Christus zu schaffen", sagte der Papst am zweiten Adventssonntag auf dem Petersplatz.

Benedikt XVI. rief dazu auf, die Adventszeit für eine eingehende Besinnung auf den religiösen Kern von Weihnachten zu nutzen und "auf die bescheidene Krippe von Bethlehem zu schauen". Der eigentliche Inhalt des Festes, die Geburt des Gottessohnes, gerate zunehmend außer Acht.

Aufruf zur Versöhnung
Zur bewussten Vorbereitung auf das Weihnachtsfest forderte der Papst auf, dazu gehöre eine regelmäßige Beichte. Das Sakrament der Versöhnung sei ein besonderer Ort, um dem barmherzigen Gott zu begegnen. Gott vergebe hier alle Sünden, heile die Verwundungen und "macht alles gut".

Benedikt XVI. verwies auf das biblische Vorbild von Johannes dem Täufer. Dieser habe als Vorbote Jesu zu Umkehr und Versöhnung mit Gott aufgerufen und so den Weg für den Gottessohn bereitet.

Denn er sei gekommen, "um den Menschen den Frieden, das Leben und die wahre Freude zu bringen".

Papst besuchte Marienstatue im römischen Einkaufstrubel
Bereits am Tag zuvor, am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, hatte Benedikt XVI. zur Besinnung in der hektischen Betriebsamkeit der Vorweihnachtszeit aufgerufen. Der oberflächliche Aktivismus, der vor allem in großen Städten herrsche, übertöne oft die Stimme Gottes, sagte der Papst am Samstag in Rom.
 
Diese sei nur in der Stille zu vernehmen, so der Papst bei seinem traditionellen Besuch der Mariensäule vor der Spanischen Treppe in der römischen Innenstadt.

Wie in den Jahren zuvor legte der Papst vor dem Denkmal ein Blumengebinde nieder. Für den Besuch nutzte er erstmals sein neues Papamobil, das er am Freitag vom Autohersteller Daimler erhalten hatte.

Vor der Spanischen Treppe hatte der Papst zuvor von den Geschäftsleuten der vornehmsten Einkaufsstraße Roms, der Via Condotti, einen Scheck für wohltätige Zwecke erhalten. Die Via Condotti führt direkt zur Spanischen Treppe.

"Gott, der in der Stille spricht"
"In dieser Adventszeit lehrt uns die unbefleckte Maria, die Stimme Gottes zu hören, der in der Stille spricht; seine Gnade zu empfangen, die uns von den Sünden und von jedem Egoismus befreit, um auf diese Weise die wahre Freude zu genießen. Maria, voll der Gnade, bete für uns!"

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