Helfer dringen auf Sicherheit am "Super-Wahltag" in Mexiko
Helfer dringen auf Sicherheit am "Super-Wahltag" in Mexiko
Reiner Wilhelm, Mexiko-Referent bei Adveniat
Adveniat-Länderreferent Reiner Wilhelm
Pater Michael Heinz
Pater Michael Heinz

31.05.2021

Helfer dringen auf Sicherheit am "Super-Wahltag" in Mexiko Morde und Drohungen im Vorfeld

Vor dem "Super-Wahltag" am 6. Juni dringt das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat auf die Gewährleistung von Sicherheit in Mexiko. Im Vorfeld der Wahl berichtet Reiner Wilhelm, Mexiko-Länderreferent bei Adveniat, von Morden gegen Kandidaten.

Mehr als 130 Kandidaten und Beamte seien umgebracht worden, sagt Wilhelm am Montag in Essen. Morde und Morddrohungen gehörten in dem Land "zum politischen Alltag und verunsichern die Bevölkerung".

Halbzeitreferendum für die Politik des Präsidenten

Bei den Wahlen geht es um 20.000 Ämter im ganzen Land, darunter 500 nationale Abgeordnete, 15 Gouverneure und etwa 1.000 Landtagsabgeordnete. Wählerinnen und Wählern hätten die Chance, "verantwortungsvoll die Zukunft des Landes zu gestalten und sich damit an der Lösung der vielen Probleme zu beteiligen", sagte Wilhelm.

Die Wahlen gelten laut Adveniat auch als eine Art Halbzeitreferendum für die Politik von Mexikos Präsident Andres Manuel Lopez Obrador. Er hatte Mitte 2018 die Präsidentschaftswahlen gewonnen und wird noch drei weitere Jahre im Amt bleiben. Durch seine Angriffe auf die Wahlbehörde habe er zuletzt versucht, die demokratischen Strukturen zu schwächen, kritisierte Wilhelm. Dies sei jedoch nicht gelungen. Der mexikanische Staat müsse garantieren, dass die Bürgerinnen und Bürger ohne Bedrohung ihre Stimme abgeben könnten.

Gewalt, Corona und wirtschaftliche Krise

Im vergangenen Jahr wurden in Mexiko laut Adveniat 35.000 Menschen ermordet. Durch die Corona-Pandemie brach die Wirtschaft ein; mehr als 222.000 Menschen starben an Covid-19. Zudem sorgte die Abriegelung der Südgrenze für Konflikte: Sie soll Menschen aus Honduras, El Salvador und Guatemala die Flucht gen Norden ersparen. "Dies geschieht auf Druck der USA, aber auch aus innenpolitischen Motiven heraus", so die Hilfsorganisation.

Es brauche eine "fundamental andere Politik des Westens auch in der Bekämpfung der Drogenkartelle", forderte Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Michael Heinz. So müssten Waffenlieferungen aus den USA gestoppt werden. "Mexiko braucht nicht noch mehr Waffen, sondern Arbeitsplätze und Hoffnung." Auch sei eine humanitäre Migrationspolitik Mexikos und der USA notwendig. Migranten seien besonders von der Gewalt in Mexiko betroffen, mahnte Heinz.

(KNA)

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