Amazonas-Indigenas leben unter anderem in Sarayaku.
Amazonas-Indigenas leben unter anderem in Sarayaku.

07.10.2017

Adveniat kritisiert Gewalt gegen Ureinwohner in Südamerika Ureinwohner am Amazonas in Gefahr

Morde, Morddrohungen und Vertreibung – nach den neuesten Erkenntnissen aus dem Gewaltbericht des Indigenen-Missionsrates Cimi der Brasilianischen Bischofskonferenz beklagt Adveniat die zunehmende Gewalt in Ländern Südamerikas.

Das Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche, Adveniat, kritisiert die zunehmende Gewalt gegen die Ureinwohner in Brasilien und anderen Ländern Südamerikas. "Morde, Morddrohungen und Vertreibungen müssen ein Ende haben!", forderte Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Michael Heinz am Freitag in Essen. Er verwies auf den am gleichen Tag in Brasilia veröffentlichten Gewaltbericht des Indigenen-Missionsrates Cimi (Conselho Indigenista Missionário) der Brasilianischen Bischofskonferenz.

Vor allem das Leben der Ureinwohner am Amazonas sei in Gefahr, warnte Heinz: "Ihre Lebenswelt wird durch den rücksichtslosen Abbau von Rohstoffen, Abholzungen oder gigantische Staudammprojekte systematisch zerstört. Die Rechte der indigenen Völker sind dem Kapital willkürlich ausgeliefert." Der Cimi-Gewaltbericht für das Jahr 2016 spreche von einer regelrechten "Anti-Indigenen-Offensive" durch die Politik, die staatlichen Institutionen sowie den Agrarsektor.

Der Bericht sei ein "beschämendes Zeugnis einer traurigen Realität in diesem sich christlich nennenden Land", erklärte Adveniat-Partner und Cimi-Präsident, Bischof Roque Paloschi, bei der Vorstellung in Brasília. Die Zahl der ermordeten Indigenen verringerte sich zwar 2016 auf 118 (Vorjahr: 137). Damit verharre sie aber auf einem sehr hohen Niveau. Gestiegen sei die Zahl der Selbstmorde und die Kindersterblichkeit. Als Gründe werden mangelnde medizinische Betreuung sowie Unterernährung genannt.

(epd)

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