Armenisch-katholische Kirche wählt neuen Patriarchen

Im zweiten Anlauf

Die Bischöfe der armenisch-katholischen Kirche wollen ab Montag in Rom einen neuen Patriarchen wählen, berichtet der Pressedienst "Fides". Der erste Wahlversuch im Juni war fehlgeschlagen – weil sich die Bischöfe nicht einigen konnten.

Über den Dächern vom Rom / © Michal Ludwiczak (shutterstock)
Über den Dächern vom Rom / © Michal Ludwiczak ( shutterstock )

Seit dem Tod von Patriarch Krikor Bedros XX. Ghabroyan Ende Mai fungiert der armenisch-katholische Erzbischof von Aleppo, Boutros Marayati, als Übergangsverwalter der mit Rom in Einheit stehenden Kirche.

Zur armenisch-katholischen Kirche bekennen sich heute rund 470.000 Gläubige weltweit, darunter rund 325.000 in Armenien selbst. Der Rest ist über die Welt verstreut. Optimistischere Schätzungen gehen von bis zu 700.000 armenisch-katholischen Christen weltweit aus. Der Sitz des Patriarchats ist in Beirut. Der größte Teil der armenischen Christen gehört der von Rom unabhängigen armenisch-apostolischen Kirche an.

Wahlversuch im Juni schlug fehl

Eigentlich hätte schon bei einer Synode im Juni im Libanon ein neuer Patriarch gewählt werden sollen. Doch die zwölf Bischöfe der armenisch-katholischen Kirche konnten sich nicht einigen. Auch nach 15 Tagen habe kein Kandidat die nötige Zweidrittel-Mehrheit erreichen können, wie Erzbischof Marayati "Fides" erläuterte. Daher sei die Wahlsynode gemäß dem Kirchenrecht der Ostkirchen unterbrochen und die Angelegenheit an den Papst weitergeleitet worden.


Quelle:
KNA