Methodistenbischof Rückert zur Kirchenspaltung
Methodistenbischof Rückert zur Kirchenspaltung
Harald Rückert, neuer Bischof der Methodisten
Harald Rückert, neuer Bischof der Methodisten

06.01.2020

Methodistenbischof Rückert zur Kirchenspaltung Schmerzlich, aber einmütig

Die anstehende Kirchenspaltung der Methodisten weltweit sieht der für Deutschland zuständige Bischof Harald Rückert als schmerzlich, aber als eine "unausweichliche Realität" an. Es wurde sich gemeinsam auf einen Vorschlag geeinigt.

Wichtig sei ihm "die einstimmige Einigung auf den jetzt gemeinsam vorgelegten Vorschlag", erklärte er am Sonntagabend in Frankfurt am Main.

Der 40 Jahre andauernde Konflikt, der sich zuletzt zugespitzt hatte, könne befriedet werden, weil sich nun erstmals alle beteiligten Gruppen auf einen Vorschlag einigen konnten, so Rückert. Das Ergebnis eröffne einen "respektvollen Weg, auf dem unsere Kirche in Deutschland weiterhin Teil der sich offener positionierenden weltweiten evangelisch-methodistischen Kirche bleiben kann".

Weltweit 12 Millionen Mitglieder

Die weltweit zwölf Millionen Mitglieder zählenden Methodisten, darunter sieben Millionen in den USA, wollen sich wegen anhaltender Meinungsunterschiede über den Umgang mit gleichgeschlechtlichen Ehen und homosexuellen Geistlichen spalten. Der konservative Flügel der evangelisch-methodistischen Kirche (United Methodist Church) gründet eine eigene "traditionell-methodistische" Kirche, die weiterhin die "Homo-Ehe" und die Ordination für homosexuelle Geistliche ausschließt. Der liberale Flügel der "United Methodist" will beides freigeben.

Die 16 internationalen Kirchenverantwortlichen, die die Trennung einhellig vereinbarten, bezeichneten die Aufspaltung der Kirche als "das beste Mittel, unsere Meinungsverschiedenheiten zu lösen, indem jeder Teil der Kirche seinem theologischen Verständnis treu bleiben kann". Die Generalkonferenz der Methodisten im Mai soll die Entscheidung bestätigen.

Geordnete und einvernehmliche Trennung

Laut "Washington Post" wird sich die künftige "traditionell-methodistische" Kirche vor allem aus konservativen Gemeinden in Afrika sowie einigen Gemeinden in den USA rekrutieren. Die meisten der rund sieben Millionen US-Mitglieder würden bei der künftig liberalen "United Methodist" verbleiben. Aus dem bisherigen gemeinsamen Kirchenvermögen erhält die neue methodistische Kirche nach Angaben Rückerts 25 Millionen US-Dollar (22,4 Millionen Euro).

Der Initiator der internationalen Gespräche, Bischof John Yambasu aus Sierra Leone, wollte damit die zuvor US-lastige Auseinandersetzung auf eine breitere Basis stellen. Unter Anleitung des renommierten US-Mediators Kenneth Feinberg einigte sich die Gruppe einstimmig auf den Vorschlag einer geordneten und einvernehmlichen Trennung.

(KNA)

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