20.11.2019

Bedford-Strohm blickt auf Hass im Netz "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten"

Zum Buß- und Bettag am Mittwoch nimmt EKD-Chef Bedford-Strohm das tägliche Miteinander im Netz ins Visier. Die christlichen Gebote würden auch im Internet gelten. Es gebe keine Barmherzigkeit für Gift im Netz, betonte er.  

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Heinrich Bedford-Strohm hat zum Buß- und Bettag zu klarer Kante gegen Hass im Netz aufgerufen. Der Buß- und Bettag an diesem Mittwoch sei ein Tag des Nachdenkens über eigenes Handeln und den Umgang im täglichen Miteinander, sagte der bayerische Landesbischof am Dienstag in München. In diesem Sinne verdiene jemand, der im Internet unsozial agiere, keine Nachsicht, sondern Entgegenhalten.

"Wer gezielt Falschbotschaften in die Welt setzt und durch digitale Kommunikation Gift verbreitet und damit systematisch das achte Gebot verletzt ("Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten"), dessen Handeln verdient keinen Langmut, sondern die klare Gegenwehr von Staat und Zivilgesellschaft", so der Landesbischof. Barmherzigkeit, Güte und Langmut hätten da keinen Platz, wo sie sabotiert würden, sondern dort, wo sie sich ausbreiten könnten.

Buß- und Bettag​: Besinnung auf eigene Schuld

Der EKD-Chef erklärte: "Die Güte Gottes gibt uns Kraft, über uns selbst nachzudenken. Wo rede ich selbst gedankenlos über andere, in ihrer Abwesenheit, so dass sie sich nicht wehren können? Wo rege ich mich genau deswegen so auf, weil ich das, worüber ich mich aufrege, bei mir selbst kenne und nicht mag?" Gottes Güte öffne auch die Augen für das, was falsch laufe im Zusammenleben.

Der Buß- und Bettag ist ein evangelischer Feiertag, der zur Besinnung auf eigene Schuld, zu innerer Einkehr, Buße, Umkehr und Neuorientierung aufruft. Er war bis 1995 in ganz Deutschland gesetzlicher Feiertag, wurde dann aber als freier Tag abgeschafft als Beitrag zur Finanzierung der Pflegeversicherung. Heute ist er nur noch in Sachsen arbeitsfrei. In Bayern haben die Schüler keinen Unterricht, während die Lehrer den Tag in der Regel für Fortbildungen nutzen.

(KNA)

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