Timmerevers hebt gemeinsames Engagement der Kirchen für Gerechtigkeit hervor
Timmerevers hebt gemeinsames Engagement der Kirchen für Gerechtigkeit hervor
Dresdens Bischof Heinrich Timmerevers
Bischof Heinrich Timmerevers
Carsten Uwe Rentzing
Carsten Uwe Rentzing

10.11.2019

Timmerevers betont gemeinsames Engagement der Kirchen für Gerechtigkeit Keine Konkurrenten

Der Dresdner Bischof Timmerevers hat die Kirchen aufgerufen, gemeinsam den "Schrei nach Gerechtigkeit und Frieden" zu hören. In seinem Grußwort an die Synode der Evangelischen Kirche würdigte er auch den zurückgetretenen Bischof Rentzing.

In seinem Grußwort an die Synode an die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sagte er am Sonntag in Dresden, das Schwerpunktthema der Tagung "Auf dem Weg zu einer Kirche der Gerechtigkeit und des Friedens" treffe mitten ins Herz des christlichen Glaubens. "Indem wir als Kirchen diesen Ruf vernehmen und ernstnehmen, stellen wir uns radikal auf die Seite der Ärmsten." Das Friedensengagement der Kirchen sei Ausdruck der vorrangigen Option für die Armen, "die lebenspraktisch wirksam werden kann und muss", sagte der Bischof von Dresden-Meißen.

Mit Blick auf die Lage in der katholischen Kirche erinnerte Heinrich Timmerevers an die Verpflichtung, Konsequenzen aus den Fällen sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige zu ziehen, deren Ausmaß "bedrückend" sei.

Beobachter aus der Ökumene zum Synodalen Weg

Zu dem von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken beschlossenen Synodalen Weg sagte er, es solle um die strukturellen Defizite gehen, die Missbrauch zwar nicht verursachten, wohl aber begünstigten. Timmerevers kündigte an, dass auch Beobachter aus der Ökumene zum Synodalen Weg eingeladen würden, damit in der Arbeit der Synodalforen auch "ihre verschiedenen Perspektiven auf die zu beratenden Themen- und Handlungsfelder zu Wort kommen" könnten.

Generell würdige der Bischof im Namen der Bischofskonferenz das gute ökumenische Miteinander, "das über viele Jahre gewachsen ist und uns im Reformationsjahr 2017 noch einmal einander näher gebracht hat". Weiter erklärte er, angesichts der Tatsache, dass der "Resonanzboden für den christlichen Glauben und wohl auch für den Glauben generell" in Deutschland kleiner zu werden scheine, stünden die Kirchen vor ähnlichen Herausforderungen. "Dabei verstehen wir uns - gottlob - nicht als Konkurrenten", betonte Timmerevers. Im Gegenteil sei das christliches Zeugnis umso stärker, "je glaubwürdiger jeder einzelne Christ und jede einzelne Kirche und Gemeinschaft ist und je mehr es uns gelingt, auf dem weiteren ökumenischen Weg die bestehende Verbundenheit unter uns mit Leben zu füllen und sichtbar zu machen".

Timmerevers würdigt zurückgetretenen Bischof Rentzing

"Von der ersten Begegnung an wuchs unter uns ein sehr vertrauensvolles Miteinander", sagte Timmerevers in seinem Grußwort. Bischof Timmerevers hob damit die Zusammenarbeit mit dem zurückgetretenen evangelischen Landesbischof Carsten Rentzing hervor. Er wich dabei von seinem Manuskript ab.

Alle vier bis sechs Wochen habe er sich mit Rentzing zu einem Austausch unter vier Augen getroffen, so der Bischof. Erst nach einer Stunde seien die Referenten dazugekommen. "Unser Miteinander bei vielen Gesprächen und Begegnungen war immer ungetrübt", betonte Timmerevers. Er habe Rentzing "immer als jemanden kennengelernt, der sein Bischofsamt geistlich gefüllt hat und immer das Verbindende, und das Einheitsstiftende gesucht hat".

Er wünsche nun der sächsischen Landeskirche, dass sie ebenfalls das Verbindende und Einheitsstiftende finde, so der Bischof. Rentzing hatte sein Amt zur Verfügung gestellt, nachdem bekanntgeworden war, dass er während seiner Studienzeit Kontakte zu rechtsextremen Milieus hatte und entsprechende Texte veröffentlichte.

(KNA)

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