Leitet die Feierlichkeiten: Patriarch Kyrill I.
Leitet die Feierlichkeiten: Patriarch Kyrill I.
Zar Nikolaus II.
Zar Nikolaus II.

16.07.2018

Russische Kirche gedenkt des Zarenmordes vor 100 Jahren Messe und 21 Kilometer lange Prozession

Die russisch-orthodoxe Kirche erinnert an die Ermordung von Zar Nikolaus II. und seiner Familie vor 100 Jahren. Zu den bis Dienstag dauernden Gedenkfeiern werden insgesamt rund 100.000 Menschen in Jekaterinburg erwartet.

Die Bluttat sei eine Mahnung zur Einheit, sagte der Moskauer Patriarch Kyrill I. laut Medienberichten bei einem Gottesdienst am Sonntag in der rund 1.300 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Metropole am Ural.

Am 17. Juli 1918 hatten Bolschewisten in Jekaterinburg den gefangenen letzten Zaren, seine Frau Alexandra Fjodorowna, ihre fünf Kinder sowie ihr Hauspersonal ermordet. Die russische Kirche sprach die Familie 2000 als Märtyrer heilig.

Gedächtniskirche geweiht

Kyrill weihte am Sonntag auch eine Gedächtniskirche im Kloster Alapajewsk. In ihr steht die Hausikone der Zarenfamilie. Bereits am Freitag hatte er in Jekaterinburg Reliquien der einen Tag nach der Zarenfamilie in Alapajewsk ermordeten Schwester der Zarin, Großfürstin Jelisaweta Fjodorowna, für die "Kathedrale auf dem Blut" überbracht.

Die Kirche wurde 2002 bis 2003 an der Stelle des Ipatjew-Hauses errichtet, in dessen Keller die Ermordung der Mitglieder von Zar Nikolaus II. und seiner engsten Angehörigen erfolgte.

In der Nacht zum Dienstag wird der Patriarch einen Vigilgottesdienst auf dem Platz vor der Erlöserkirche feiern und anschließend eine 21 Kilometer lange Prozession leiten. Sie führt zur Grube Ganina Jama, in der die Leichen der Ermordeten nach der Tat abgelegt wurden. Heute steht dort ein Kloster.

Gedenkstätten zu Pilgerzielen entwickelt

Die Gedenkstätten für die ermordeten Mitglieder der Familie Romanow haben sich nach Angaben der Kirche in den vergangenen Jahren zu Pilgerzielen entwickelt, die nicht nur orthodoxe Christen aus aller Welt anziehen. Während der Fußball-WM kamen demnach besonders viele Lateinamerikaner dorthin.

Bürgermeister Jewgenij Roizman hatte über die Botschaft in Moskau auch die britische Königsfamilie nach Jekaterinburg eingeladen, wie es hieß. Die Familien Romanow und Sachsen-Coburg/Windsor und damit auch Zar Nikolaus II. und König George V. von England waren eng miteinander verwandt.

2008 erfolgte eine staatliche Rehabilitierung der Zarenfamilie: Ein Gericht erklärte deren Ermordung zu einem Akt verbrecherischer und politischer Willkür.

(KNA)

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