Der Schlossgarten in Karlsruhe
Der Schlossgarten in Karlsruhe
Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Heinrich Bedford-Strohm

21.06.2018

Weltgipfel der Ökumene 2021 in Karlsruhe "Eine große Chance, voneinander zu lernen"

​Karlsruhe wird Austragungsort der nächsten Vollversammlung des Weltkirchenrates im September 2021. Damit findet das Treffen erstmals in Deutschland statt. Die Evangelische Kirche in Deutschland betont die europäische Dimension. 

Der Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) stimmte erstmals für eine deutsche Stadt als Gastgeberin des weltweit größten ökumenischen Treffens, teilte der Generalsekretär Olav Fykse Tveit am Mittwoch in Genf mit. Einziger Konkurrent von Karlsruhe war Kapstadt in Südafrika.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, begrüßte die Entscheidung. "Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir als Deutsche die Gastgeber sein dürfen", sagte er. "Ich erwarte mir für unsere Kirche wichtige Impulse für einen lebendigen, fröhlichen und weltzugewandten Glauben."

"Gemeinsame Antworten auf globale Herausforderungen"

Die EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber hielt fest, es sei fast "unglaublich", dass Karlsruhe das Treffen mit Tausenden Teilnehmern ausrichten könne. Karlsruhe sei eine wunderschöne Stadt. Im Ökumenischen Rat der Kirchen sind 350 Kirchen mit rund 560 Millionen Gläubigen zusammengeschlossen.

Der badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh nannte die Vollversammlung "eine große Chance, voneinander zu lernen und zu erleben, was die verschiedenen christlichen Traditionen weltweit prägt". Nur gemeinsam könnten Christen Antworten auf die globalen Herausforderungen finden.

Klare Entscheidung

Der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) äußerte ebenfalls große Freude darüber, die Teilnehmenden des internationalen Treffens in seiner Stadt willkommen zu heißen. Die Entscheidung für Karlsruhe sei sehr klar ausgefallen, betonte Agnes Abuom, Moderatorin des Zentralausschusses. Bosse-Huber sagte, die Vollversammlung werde nicht nur eine deutsche Veranstaltung, sondern auch eine europäische Zusammenkunft sein. Die Veranstaltungen sollten in Karlsruhe und im französischen Straßburg stattfinden, womit es sich um die erste grenzüberschreitende Vollversammlung des ÖRK handeln werde.

Die Einladung nach Karlsruhe wurde gemeinsam von der EKD, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und der Evangelischen Landeskirche in Baden ausgesprochen. "Als ACK in Deutschland freuen wir uns sehr, dass dieses ökumenische Ereignis in Deutschland stattfinden wird", teilte der Dachverband in Frankfurt am Main mit.

Er wird unterstützt von der Evangelischen Kirche der Pfalz, der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, dem Katholischen Erzbistum Freiburg, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg, den lokalen christlichen Kirchen in Karlsruhe sowie der Union des Églises protestantes d'Alsace et de Lorraine.

"Karlsruhe bestens geeignet"

Der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm hatte beim ÖRK für Karlsruhe geworben. Karlsruhe sei eine Stadt mit starker religiöser Toleranz und internationaler Ausrichtung. Als "Residenz des Rechts" sei Karlsruhe bestens geeignet, sich mit den Themen Gerechtigkeit, verlässliche Rechtsinstitutionen, Menschenrechte und Religionsfreiheit zu beschäftigen.

In Europa tagte die ÖRK-Vollversammlung letztmals 1968 im schwedischen Uppsala. Die römisch-katholische Kirche ist kein ÖRK-Mitglied, kooperiert aber eng mit dem Dachverband. Der ÖRK wurde 1948 in Amsterdam gegründet und sitzt in Genf.

(epd)

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