Zusammen mit dem Berliner Erzbischof Heiner Koch, dem Magdeburger Bischof Gerhard Feige und der Mainzer Weihbischof Udo Bentz begrüßte Marx am Donnerstagabend die Oberhäupter der koptisch-orthodoxen, der syrisch-orthodoxen, der armenisch-apostolischen und der malankarischen orthodoxen syrischen Kirche.

Der Münchner Erzbischof sprach die schwierige Situation für die Christen in den Heimatregionen der Patriarchen an. Gewaltsame Übergriffe und kriegerische Auseinandersetzungen zwängen viele Menschen zur Flucht. Das dadurch verursachte Leid sei unwägbar.

Solidarisch verbunden

"Seien Sie gewiss, dass die Deutsche Bischofskonferenz Ihnen und Ihren Kirchen in dieser schwierigen Situation solidarisch verbunden ist", so Marx. Es dürfe nicht sein, dass Christen in Ländern, in denen sie von alters her zu Hause seien, ihr Heimatrecht verlören und christliches Kulturgut von unschätzbarem Wert unwiederbringlich zerstört werde.

Zur Situation in Deutschland erklärte Marx, mit den Flüchtlingsbewegungen aus den Krisengebieten des Nahen Ostens seien zahlreiche Christen und Muslime nach Deutschland gekommen. "Ihnen allen gegenüber sehen wir uns als Kirchen in Deutschland in der Verantwortung", meinte Marx.

"Mit großem Respekt und tiefer Dankbarkeit schaue ich auf die enormen Anstrengungen Ihrer Kirchen, in Deutschland den Flüchtlingen beizustehen und sie bei der Integration in eine für sie bislang fremde Welt zu unterstützen", so der Kardinal.

Bereits am Mittwoch hatte sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit den altorientalischen Kirchenoberhäuptern getroffen.

KNA