Symbolbild Ökumene
Gelebte Ökumene: Ökumenisches Fest in Bochum
Bundestagspräsident Norbert Lammert
Der scheidende Bundestagspräsident Norbert Lammert
Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm
Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm halten eine Dialogpredigt

16.09.2017

Katholiken und Protestanten laden zu großem Ökumenischen Fest Ein kleiner Kirchentag in Bochum

​Für die beiden großen Kirchen ist es ein weiterer gemeinsamer Höhepunkt im Reformationsjahr 2017: Am Samstag laden sie zu einem Fest nach Bochum - zu einem ökumenischen Kirchentag im Kleinformat. 

Die Besucher erwartet in der Ruhrgebietsstadt ein buntes und breites Programm: mit Podiumsdiskussionen über gesellschaftliche Themen, musikalischen Veranstaltungen oder interaktiven Aktionen wie einem "Cross-Boule"-Spiel. Rund 1.000 Teilnehmer werden zu dem Ökumenischen Fest unter dem Motto "Wie im Himmel so auf Erden" erwartet.

Veranstalter sind die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), der Deutsche Evangelische Kirchentag und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Sie alle gestalten erstmals ein solches Ereignis gemeinsam.

Gastredner: Norbert Lammert

Zur Eröffnung am Vormittag im RuhrCongress Bochum wird der scheidende Bundestagspräsident Norbert Lammert erwartet. Der aus Bochum stammende CDU-Politiker spricht zum Thema "Den Himmel erden - Christsein im öffentlichen Raum".

Sein Beitrag über das gesellschaftspolitische Engagement von Katholiken und Protestanten soll überleiten in eine Podiumsdiskussion, an der die Präses der EKD-Synode, Irmgard Schwaetzer, und der Kölner Diözesanratsvorsitzende und Solinger Oberbürgermeister Tim O. Kurzbach (SPD) teilnehmen.

Zur angestrebten Erdung des Themas trägt nicht zuletzt Pater Oliver Potschien bei, der als Leiter des Sozialpastoralzentrums Petershof in Duisburg-Marxloh die Runde erweitert und seine Erfahrungen aus der Brennpunkt-Arbeit einbringen kann.

Diskussionen über Integration, Strukturwandel und Rüstungspolitik

Am Mittag geht das Programm an 13 "Treffpunkten" weiter. Von 14.00 bis 15.30 Uhr diskutieren Experten über Integration, den Strukturwandel im Ruhrgebiet, die Rüstungspolitik oder die Demokratie und ihre Bedrohungen. Seine Migrationsarbeit stellt das Stadtteilzentrum Q1 vor, das von der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum und dem Zuwandererverein IFAK getragen wird.

Im Zeiss Planetarium Bochum erwartet Besucher laut Programm eine Astronomie-Show und damit eine "Reise zu den schönsten Plätzen im Universum und zu der Frage, wie man Gott begegnen kann". Eine Führung durch das Deutsche Bergbau-Museum führt in die "gute alte Zeit", soll aber auch die Möglichkeit eröffnen, die gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft in den Blick zu nehmen.

Kirchentagsflair in Bochum

Eine Lesung rückt geflüchtete Autoren in den Mittelpunkt, die seit eineinhalb Jahren für die Vierteljahresschrift "Neu in Deutschland" schreiben. Kirchentagsflair nach Bochum bringen ein Offenes Singen in der Propsteikirche Sankt Peter und Paul und ein Mitmachkonzert von Bochumer Posaunenchören auf einer Bühne neben dem Bergbau-Museum.

Ein "Cross-Boule"-Spiel soll Besucher in einen Dialog über Werte zusammenführen. Auch für Kinder haben die Veranstalter Angebote geplant. So richtet die Katholische junge Gemeinde (KjG) ein buntes Bastel- und Experimentierlabor ein.

Schluss- und Höhepunkt des Festes ist ein Ökumenischer Gottesdienst vor dem Deutschen Bergbaumuseum. Dabei halten der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, eine Dialogpredigt.

"Zeigen, dass Ökumene weitergeht"

Für Kirchentags-Generalsekretärin Julia Helmke bildet das Fest einen weiteren Baustein, das Reformationsgedenken ökumenisch zu begehen. Nach 500 Jahren Kirchenspaltung wollten die Kirchen noch einmal deutlich machen, was sie verbindet.

Ähnlich sieht es ZdK-Generalsekretär Stefan Vesper. Bochum solle zeigen, dass die Ökumene weitergeht - auch über das Jahr 2017 hinaus. Schließlich steht in vier Jahren kein kleiner, sondern ein richtig großer ökumenischer Kirchentag an. Nach Berlin (2003) und München (2010) soll Frankfurt 2021 Schauplatz für den 3. Ökumenischen Kirchentag werden.

Andreas Otto
(KNA)

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