Luthers dunkle Seite nicht verschweigen

"Kein blinder Heroismus"

Präses Rekowski sieht Selbstkritik als zentralen Bestandteil des Reformationsgedenkens an. Zu einem "nüchternen Luther-Bild" gehöre dazu, die "dunkle Seite" des Reformators nicht zu verschweigen.

Luther in seiner Studierstube auf der Wartburg - Luther-Denkmal in Eisenach / © Jens-Ulrich Koch (epd)
Luther in seiner Studierstube auf der Wartburg - Luther-Denkmal in Eisenach / © Jens-Ulrich Koch ( epd )

Die evangelische Kirche wolle zum 500. Jahrestag der Reformation "nicht blind heroisieren", sagte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, der "Welt am Sonntag".  "Über die Juden hat der späte Luther erschütternde Sätze geschrieben", so Rekowski.

Ihm gehe es weniger darum, Luther "begeistert zu feiern, als darum, sich von seinen unbestreitbaren Leistungen inspirieren zu lassen". In diesem Jahr erinnert die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) an den folgenreichen Thesenanschlag Martin Luthers an der Schlosskirche zu Wittenberg im Jahr 1517.


Quelle:
KNA