Bischof Markus Droege (l.) und Bischof Heinrich Bedford-Strohm
Bischof Markus Droege (l.) und Bischof Heinrich Bedford-Strohm
Frank-Walter Steinmeier
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratuliert...
Wolfgang Huber
... Wolfgang Huber zum 75. Geburtstag
Erzbischof Heiner Koch
Erzbischof Heiner Koch

12.08.2017

Gratulationen zu Wolfgang Hubers 75. Geburtstag Grüße aus Kirche und Politik

Zu seinem 75. Geburtstag an diesem Samstag haben Vertreter aus Kirche und Politik dem früheren EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber gratuliert. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte Huber als "Brückenbauer".

Der evangelische Bischof habe stets akademische Gelehrsamkeit mit kirchlicher und gesellschaftlicher Wirksamkeit verbunden, schreibt Steinmeier.

Er gebe nach wie vor "wegweisende Impulse für zentrale Fragen der Theologie und des Zusammenlebens in Staat und Gesellschaft", so der Bundespräsident weiter. Huber verkörpere "wie kaum ein anderer" die Verantwortung von gläubigen Christen in der heutigen Welt. Besonders im Dialog der Konfessionen und Religionen habe er "Orientierung und Wegweisung" gegeben, so Protestant Steinmeier.

Erzbischof Koch würdigt Huber

Auch Berlins katholischer Erzbischof Heiner Koch hat dem evangelischen Altbischof Wolfgang Huber zu seinem 75. Geburtstag gratuliert. In einem Glückwunschschreiben dankte Koch ihm insbesondere für die "starken Akzente", die er sowohl in der evangelischen Kirche wie in der Ökumene gesetzt habe.

Erzbischof Koch würdigte Huber als "starke Integrationsfigur" und erinnerte daran, dass die Fusion der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg mit der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz 2004 in seine Amtszeit fiel. Auch der erste ökumenische Kirchentag 2003 in Berlin habe ein "beredtes Zeugnis" von Hubers Engagement abgelegt. Für den Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg sei er zusammen mit Kochs Amtsvorgänger, Kardinal Georg Sterzinsky (1936-2011), ein "wichtiger Mentor" gewesen. Das Erzbistum Berlin blicke mit "großer Freude und Dankbarkeit" auf das Wirken Hubers, betonte Koch.

Bedford-Strohm würdigt Amtsvorgänger

Zuvor hatten bereits der heutige EKD-Ratsvorsitzende, Heinrich Bedford-Strohm, sowie der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge gratuliert. Bedford-Strohm würdigte den früheren Berliner Bischof als herausragenden Theologen und wichtigen Wegbegleiter.

Nicht nur wegen seines langjährigen Wirkens als Bischof und Ratsvorsitzender sei Huber "ein Segen für unsere Kirche", so Bedford-Strohm, "sondern auch wegen seiner vielen treffenden Beiträge zu den großen Fragen unserer heutigen Zeit". In einzigartiger Weise verbinde Huber wache Zeitgenossenschaft und gründlich reflektierte Perspektiven ethischer Orientierung.

Gratulation von Bischof Dröge

Auch Berlins evangelischer Bischof Markus Dröge würdigte Huber. Er sei ein scharfer Denker, der "die Freiheit aus dem Glauben immer als Auftrag zum Diskurs und zur aktiven Wahrnehmung der Verantwortung für das Gemeinwohl" verstanden habe, schreibt Dröge in einem vorab veröffentlichten Gratulationsbrief.

In der gegenwärtigen Zeit, die von vielen Menschen aufgrund vielfältiger Veränderungen als beunruhigend wahrgenommen werde, sei es umso wichtiger, dass Protestanten die frohe Botschaft verkündigen und mit nüchterner Stimme in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit Position beziehen, so Dröge. Huber sei darin vielen Menschen ein Vorbild geworden.

Weitere Glückwünsche aus der Politik

 

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller erklärte, Huber habe als Bürger, Theologe und Kirchenvertreter "ganz im Geiste der Reformation" immer aktiv Verantwortung übernommen. Dafür stünden sein Engagement für die Menschenrechte und sein Eintreten für eine an ethischen Maßstäben orientierte Politik, betonte Müller: "Damit ist er für viele Menschen zum Vorbild geworden."

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) würdigte Huber als "Wertevermittler und Impulsgeber". Der Theologe habe sich für die Ökumene und die innerkirchliche Solidarität zwischen den Gemeinden eingesetzt und sei dem kritischen Dialog mit anderen Religionen nie ausgewichen, erklärte Woidke in Potsdam. Huber bleibe als Wertevermittler in Wirtschaft und Gesellschaft weiter gefragt.

Huber wurde am 12. August 1942 in Straßburg geboren. Von 1994 bis 2009 war er Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und von 2003 bis 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Dröge bezeichnete ihn als "Geschenk für Kirche und Gesellschaft". Huber verfolge und reflektiere die gesellschaftlichen Veränderungsprozesse, beziehe Stellung und gebe seine Erfahrungen, Einsichten und Ideen als Lehrender weiter.

(KNA)

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