Becher mit der Aufschrift "Augsburger Hohes Friedensfest"
Becher mit der Aufschrift "Augsburger Hohes Friedensfest"

08.08.2017

Augsburg feiert Hohes Friedensfest Gedenken im ökumenischen Kontext

Dieser Dienstag ist ein Feiertag. Allerdings nur für die Bürgerinnen und Bürger Augsburgs. Denn dort wird das Hohe Friedensfest gefeiert. Was es damit auf sich hat, erklärt der Augsburger Prälat Bertram Meier gegenüber domradio.de.

domradio.de: Was ist das Besondere an dem "Augsburger Hohen Friedensfest"?

Prälat Dr. Bertram Meier (Bischofsvikar für Ökumene und interreligiösen Dialog im Bistum Augsburg): Das Besondere liegt darin, dass mit dem "Augsburger Hohen Friedensfest" an die Gleichberechtigung zwischen evangelischen und katholischen Christen in Augsburg erinnert werden soll. Grundlage dafür ist der Westfälische Friede aus dem Jahr 1648, der ja dem Dreißigjährigen Krieg ein Ende setzte. Im Jahr 1650 wurde dann in Augsburg das umgesetzt, was mit "schiedlich-friedlich" bereits im Augsburger Religionsfrieden 1555 seine Grundlage fand. In einer großen Jubelfeier wurden den Protestanten ihr Kirchengut und die Freiheit, ihre Konfession auszuüben, wieder zurückgegeben. Das ist der historische Grund.

Allerdings wird dieses Fest heute zunächst im ökumenischen Kontext gefeiert. Dies symbolisiert beispielsweise ein großer ökumenischer Gottesdienst in der St. Anna Kirche. Zudem haben wir seit einigen Jahren auch eine Öffnung zum interreligiösen Dialog hin. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Friedenstafel am Rathausplatz, wo Mitglieder aller Religionen Friedenswünsche für die Bürgerinnen und Bürger zum Ausdruck bringen.

domradio.de: Was ist Ihr zentrales Thema am heutigen Tag?

Meier: Dieses Jahr steht das Augsburger Friedensfest unter dem Thema "Bekenntnis". Ich finde das sehr gut, denn Religion ist nicht nur eine Privatsache, für die wir persönlich einstehen, sondern Religion sucht die Öffentlichkeit. Religion braucht Bekenntnis. Ich denke, dass es gerade in der heutigen Zeit in der Vielstimmigkeit einer multikulturellen und multireligiösen Stadtgesellschaft darauf ankommt, dass wir Christinnen und Christen Salz der Erde und Licht der Welt sind. Oder anders gesagt, dass wir das Evangelium Jesu Christi auch auf der Klaviatur unserer vielstimmigen Gesellschaft zum klingen bringen.

Das Interview führte Verena Tröster.

(dr)

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