Isabelle Wien
Isabelle Wien

27.05.2017

Abschied von Tracht und Häubchen Oberin wird "Diakonisse neuer Form"

Die Gemeinschaft der evangelischen Schwestern in der Pfalz wandelt sich und öffnet sich auch für Männer. Als äußeres Zeichen legt die Oberin der Diakonissen ihre Tracht ab und kleidet sich zivil.

Erst vor wenigen Tagen hat sie ihr 25-jähriges Schwesternjubiläum gefeiert. Nun legt Oberin Isabelle Wien von den Diakonissen Speyer-Mannheim ihr Häubchen und das graue Schwesternkleid ab. In Zivilkleidung - unter anderem in Rock und Blazer - wird sie künftig ihren Dienst an den Mitmenschen versehen: Ab Pfingsten ist die einst jüngste Oberin Deutschlands eine "Diakonisse neuer Form".

"Neue Zeiten brauchen neuen Formen", bringt die Oberin das neue Konzept auf den Punkt. Das Grüppchen der Speyerer Diakonissen, die dem Kaiserswerther Verband deutscher Diakonissen-Mutterhäuser angehören, ist seit Jahren stark überaltert. Schon länger gibt es Diakonissen in neuer Form in anderen Teilen Deutschlands, nur der Süden sei konservativer, sagt Wien. Deshalb gebe sie nun den Anstoß für eine Erneuerung der Gemeinschaft. "Ich will sichtbar vorangehen, die Lebensform der Diakonisse 'transformieren' und ihren Geist in eine neue Zeit tragen."

Ab Pfingsten ein neues Kapitel

Symbolisch eröffnet die 45-Jährige am Pfingstsonntag bei einem Festgottesdienst in der Speyerer Gedächtniskirche ein neues Kapitel für ihre traditionsreiche Schwesternschaft in der Pfalz. Der Abschied von der Tracht, die mehr als 150 Jahre lang das Erscheinungsbild der Diakonissen in der Öffentlichkeit prägte, ist nur ein äußeres Zeichen. Er markiert vor allem den Aufbruch in eine lebendige diakonische Gemeinschaft von Frauen - und auch Männern.

Man öffne sich für evangelische Frauen und Männer aller Lebensformen, die zu einer verbindlichen diakonischen Gemeinschaft gehören wollen, erläutert Oberin Wien, die dem Vorstand der Diakonissen Speyer-Mannheim angehört. Das sozial-diakonische Unternehmen hat rund 4.500 Mitarbeiter in der Pfalz und Nordbaden.

Weniger Verpflichtungen

Die Mitglieder der Gemeinschaft, die sich um arme, alte und kranke Menschen sorgen, leben an verschiedenen Orten. Ihr geistliches Zentrum ist aber das Mutterhaus in Speyer. Anders als die bisherigen Diakonissen verpflichten sich die Frauen und Männer nicht zu Ehelosigkeit, Gehaltsverzicht und Verfügbarkeit.

Pfingsten, das Fest des Ausgießung des Heiligen Geistes, sei gerade auch im Jahr des 500. Reformationsjubiläums der richtige Zeitpunkt, um nötige Veränderungen anzugehen, ist Wien sicher. Zusätzlich zur neuen diakonischen Lebensform öffnet sich übrigens die Gemeinschaft der Diakonischen Schwestern und Brüder ökumenisch: Sie heißt zukünftig Menschen aller christlichen Konfessionen willkommen.

Von Alexander Lang
(epd)

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