Moskauer Patriarch Kyrill I. bat Franziskus um Hilfe (Archivbild 2016)
Franziskus und Kyrill I. am 12. Februar 2016

13.02.2017

Gedenken an historisches Treffen von Papst und Kyrill I. "Überwindung der historischen Feindschaft"

Der Außenamtsleiter des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion, und der vatikanische Ökumeneverantwortliche, Kardinal Koch, haben am Sonntag in der Schweiz des historischen Treffens von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill I. auf Kuba vor einem Jahr gedacht.

Bei einem Festakt an der Universität Freiburg skizzierte Koch, wie der Dialog zwischen den beiden Kirchen weiter vorankommen könne. Dieser Prozess gehe nun auf einer hohen hierarchischen Ebene weiter, so der Kardinal. Er sprach von einer "Ökumene der Heiligen". Zudem habe nach dem Treffen auf Kuba bereits eine "kulturelle Ökumene" Fuß gefasst. Als Beispiel nannte er gegenseitige Studienbesuche. Weitere kulturelle Initiativen würden derzeit vorbereitet.

"Vertrauen und Verständnis gewachsen"

Nach Ansicht von Metropolit Hilarion hat das Treffen zwischen Papst und Patriarch gezeigt, wie sehr das Maß an Vertrauen und gegenseitigem Verständnis zwischen den beiden Kirchen gewachsen sei.

Der wichtigste Beweggrund für die Begegnung sei die tragische Situation gewesen, die im Nahen Osten und Nordafrika aufgrund der Kriege und des Terrors entstanden sei.

Die beiden Kirchen könnten ihre gemeinsamen Ziele, das Erreichen des Friedens in verschiedenen Regionen der Welt, nur durch die "Überwindung der historischen Feindschaft" erreichen, sagte Hilarion weiter. Die "alte Psychologie" der Rivalität und des "Seelenfangs" müsse der geschwisterlichen Zusammenarbeit weichen. Gemeinsamkeiten gebe es etwa beim Thema Ehe, Familie und Kinder als "Grundlage jeder gesunden Gesellschaftsordnung". Auch beim Thema Abtreibung sei die Haltung gleich.

Ukraine-Krise: Hoffnung auf beide Kirchenoberhäupter

Der Kardinal und der Metropolit kamen auch auf die angespannte Lage in der Ukraine zu sprechen. Koch wies darauf hin, dass die von Papst und Patriarch unterzeichnete Erklärung die "schmerzliche Situation, wie sie zurzeit unsere ukrainischen Brüder und Schwestern durchleben und erleiden", nur sehr knapp behandle und dies von der griechisch-katholischen Kirche der Ukraine kritisiert worden sei. Die Ukraine müsse über den Dialog zum Frieden finden, so Koch. Franziskus habe sich zum "Drama", das sich dort abspiele, mehrfach geäußert.

Hilarion äußerte die Hoffnung, dass der Aufruf der beiden Kirchenoberhäupter dazu beitrage, dem Blutvergießen in der Ukraine ein Ende zu setzen. Die Beziehung zur ukrainischen griechisch-katholischen Kirche bezeichnete er jedoch als "gereizt".

(KNA)

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