Konferenz des West-Ost-Diskurs in Moskau
Konferenz des West-Ost-Diskurs in Moskau
domradio.de-Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen (links) im Gespräch
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27.10.2016

Rückblick auf Moskauer Konferenz zu christlichen Werten Christentum kein Ghetto der guten Gefühle

Christliche Werte verbinden nicht nur Orthodoxe und Katholiken, sondern finden sich auch in unserer Gesellschaft wieder. Vor welchen Herausforderungen christliche Werte stehen, war kürzlich auf einer Konferenz in Moskau Thema.

Über 150 Sozialwissenschaftler, Religionsforscher, Theologen, Politik- und Wirtschaftswissenschaftler aus zwölf verschiedenen Ländern trafen sich am 10. Oktober 2016 in Moskau, um die aktuelle Situation christlicher Werte zu besprechen und zu analysieren. Die Konferenz fand im Rahmen des West-Ost-Diskurs statt, einer Konferenzreihe, die sich alle zwei Jahre abwechselnd in Russland und Deutschland sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Themen widmet.

Völkerverständigung und ökumenischer Dialog

Der Gründer der Konferenzreihe, Professor Alexander Krylov, betonte im jetzt veröffentlichten Abschlussbericht die Bedeutung der Veranstaltung zur Völkerverständigung, internationaler wissenschaftlicher Kooperation und zum ökumenischen Dialog. "Wichtigste Erträge für die Wissenschaftler seien, dass die Konferenz einerseits viele neue Impulse für sozialwissenschaftliche Forschungen gesetzt hat und dass sie andererseits ermöglichte, bestehende Fragen und Probleme in neuem Licht zu betrachten", so Professor Krylov.

Der erste Teil der Konferenz "Christliche Werte und die Grundlagen der modernen Wertediskussionen" wurde mit einem Online-Beitrag des deutschen Philosophen Robert Spaemann eröffnet. "Das Christentum verkündet nicht die christlichen Werte, sondern die christliche Wahrheit", sagte Spaemann. Im weiteren Verlauf der Konferenz standen christliche Werte in der modernen Gesellschaft im Mittelpunkt. Die Vorträge boten verschiedene Perspektiven - von der Russisch-Orthodoxen Kirche bis zum Einfluss christlicher Werte auf die Gesetzgebung in Europa und der Welt.

Kölner Wissenschaftler und Theologen in Moskau

Unter den Teilnehmern waren auch einige Theologen und Wissenschaftler aus dem Erzbistum Köln. Der Kölner Priester und Theologe Dr. Peter Seul und der Kölner Rechtswissenschaftler Dr. Christian Jasper diskutierten unter anderem über Wertekonflikte in lokalen Räumen und über den Einfluss christlichen Gedankenguts auf die Wertetraditionen.

Auch domradio.de-Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen war in Moskau dabei und nahm im Verlauf der Konferenz an einem Expertenforum teil. Nach seiner Rückkehr berichtete er von einem wichtigen Dialog zwischen Kirchenvertretern und Wissenschaftlern. "Nur durch das Miteinanderreden können Grenzen überwunden werden. Daher sind gerade vor dem aktuellen Hintergrund solche Gespräche unverzichtbar. Konflikte, gerade bei denen religiöse Überzeugungen eine Rolle spielen, finden sich in Russland, Deutschland und auch vielen anderen Ländern. Nur im gemeinsamen Dialog können hier Lösungen gefunden werden", so Brüggenjürgen.

(DR)

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